Auftakt der 32. Brandenburgischen Seniorenwoche in der Lausitz-Arena Cottbus
Rund 750 Gäste setzen Zeichen für Teilhabe, Engagement und gesellschaftlichen Zusammenhalt
Cottbus, 30. Mai 2026 – Mit einer feierlichen Festveranstaltung in der Lausitz-Arena Cottbus wurde heute die 32. Brandenburgische Seniorenwoche eröffnet. Rund 750 Gäste aus allen Regionen Brandenburgs sowie Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Kommunen, Verbänden und der Seniorenarbeit kamen zusammen, um den landesweiten Auftakt der Aktionswoche zu begehen.
Die Schirmherrschaft der diesjährigen Seniorenwoche hat Ministerpräsident Dietmar Woidke übernommen. Zu den Gästen gehörten neben zahlreichen ehrenamtlich Engagierten auch Seniorinnen und Senioren aus Zielona Góra in Polen. Ihre Teilnahme unterstrich die lebendige deutsch-polnische Zusammenarbeit, die seit vielen Jahren auch in der Seniorenarbeit gepflegt wird.
Die 32. Brandenburgische Seniorenwoche steht unter dem Motto „Gesellschaft braucht Erfahrung – Senioren brauchen Teilhabe“. Mit zahlreichen Veranstaltungen im ganzen Land macht sie auf die Bedeutung älterer Menschen für den gesellschaftlichen Zusammenhalt aufmerksam und bietet Raum für Begegnung, Austausch und Mitgestaltung.
In seinem Grußwort betonte der Vorsitzende des Seniorenrates des Landes Brandenburg e.V., Lutz-Peter Anton, die wichtige Rolle älterer Menschen für die Zukunft des Landes:
„Nutzen wir unsere Rechte, unser Wissen und unser Engagement für die gemeinsame Gestaltung eines lebenswerten Landes Brandenburg.“
Lutz-Peter Anton verwies zugleich auf die Herausforderungen einer älter werdenden Gesellschaft. Dazu gehören die Bekämpfung von Altersarmut und Einsamkeit, die Schaffung bezahlbaren und barrierefreien Wohnraums, die Sicherung einer wohnortnahen Pflege, die Unterstützung beim Übergang in die digitale Welt sowie die weitere Stärkung des Ehrenamtes.
Ein besonderer Höhepunkt der Eröffnungsveranstaltung war die Ehrung herausragenden ehrenamtlichen Engagements in der Seniorenarbeit. Unter dem Leitmotiv „Herzen für Brandenburg“ zeichnete der Seniorenrat des Landes Brandenburg 14 Einzelpersonen sowie eine Gruppe für ihren langjährigen und beispielhaften Einsatz aus.
In der Laudatio hieß es:
Das Motto der diesjährigen Brandenburgischen Seniorenwoche bringt es auf den Punkt: "Gesellschaft braucht Erfahrung – Senioren brauchen Teilhabe." Diese Worte sind mehr als eine Schlagzeile; sie sind ein Auftrag. Regine Hildebrandt sagte einmal: "Kinder, der Sinn des Lebens liegt im Miteinander." Und genau dieses Miteinander wird heute durch Sie sichtbar – durch Menschen, die ihre jahrzehntelange Erfahrung einbringen, um Teilhabe für andere erst möglich zu machen. Sie sind die Menschen, die anpacken und unser Brandenburg jeden Tag ein Stück wärmer machen.
Peter Hacke aus Jüterbog setzt sich unermüdlich dafür ein, dass Hindernisse im öffentlichen Raum verschwinden und Barrieren in den Köpfen abgebaut werden.
Ulf Hoffmeyer-Zlotnik aus Falkensee engagiert sich als Vorsitzender des Kreisseniorenbeirats leidenschaftlich für die soziale Teilhabe älterer Menschen im Havelland.
Jörg Krüger aus Heiligengrabe sorgt dafür, dass das Wissen und die Verbundenheit ehemaliger Feuerwehrkameraden auch im Ruhestand lebendig bleiben.
Jutta Schmidbauer aus Saarmund gibt den Seniorinnen und Senioren ihrer Region als Mitglied des Kreisseniorenbeirates Potsdam-Mittelmark eine starke Stimme.
Erika Mann aus Stahnsdorf schenkt seit fast 25 Jahren älteren Menschen Zeit, Aufmerksamkeit und menschliche Nähe.
Dr. Rosemarie Kohls aus Zeesen unterstützt als Internetbotschafterin ältere Menschen dabei, sicher und selbstbestimmt an der digitalen Welt teilzuhaben.
Gudrun Hankowiak aus Eisenhüttenstadt prägt seit Jahrzehnten das Ehrenamt in ihrer Stadt und setzt sich mit großem Engagement für die Belange älterer Menschen ein.
Ursel Gieszinger aus Cottbus verbindet ihre Leidenschaft für die Geschichte ihrer Heimatstadt mit langjährigem Engagement im Seniorenbeirat.
Monika Nestler aus Luckenwalde ist seit mehr als fünf Jahrzehnten eine verlässliche Stütze der sozialen Arbeit und des ehrenamtlichen Engagements.
Gisela Mende aus Frankfurt (Oder) begleitet und unterstützt ältere Menschen seit vielen Jahren in unterschiedlichsten Lebenssituationen.
Karin Hammitsch aus Doberlug-Kirchhain zeigt eindrucksvoll, dass ehrenamtliches Engagement keine Frage des Alters ist.
Detlef Hammel aus Cottbus fördert seit Jahrzehnten den Austausch zwischen Generationen sowie die Verständigung über gesellschaftliche und politische Grenzen hinweg.
Änne Resmer aus Eberswalde hat mit zahlreichen Ideen und Projekten Begegnungsräume geschaffen und das gesellschaftliche Leben ihrer Stadt nachhaltig bereichert.
Eberhard Hermann aus Guben engagiert sich in besonderer Weise für die deutsch-polnische Freundschaft und das gegenseitige Verständnis über die Grenze hinweg.
Der Freundeskreis der Stadtkirche Altlandsberg beweist seit 25 Jahren, wie aus ehrenamtlichem Einsatz eine starke Gemeinschaft entstehen kann, die Menschen verbindet und unterstützt.
Der Seniorenrat des Landes Brandenburg würdigte die Ausgezeichneten mit den Worten:
„Brandenburg wäre ohne Menschen wie Sie nicht das Land, das wir lieben. Sie geben uns Hoffnung und Orientierung. Von ganzem Herzen: Danke für Ihr Wirken!“
Mit der heutigen Eröffnungsveranstaltung beginnt eine Woche voller Begegnungen, Gespräche und Aktionen in allen Regionen Brandenburgs. Die Brandenburgische Seniorenwoche, die auf eine Initiative der früheren Sozialministerin Regine Hildebrandt zurückgeht, setzt damit erneut ein starkes Zeichen für gesellschaftliche Teilhabe, Mitbestimmung und die Wertschätzung der älteren Generation.
(c) Fotos Peter Preetz






