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Wissen und Erfahren

NEWSLETTER für Brandenburgische Seniorenbeiräte
Ausgabe 2. Quartal 2019
Liebe Mitglieder der Seniorenbeiräte,
hiermit senden wir Ihnen die zweite Ausgabe unseres Newsletters „Wissen und Erfahren“. Wir haben uns sehr über die vielen positiven Reaktionen zur ersten Ausgabe gefreut. Deshalb liefern wir nun ein weiteres Mal aktuelle Informationen von der Landesebene sowie Austausch und Hinweise zu aktuellen Themen . Wir wünschen viele gute Erkenntnisse!
Ihr Redaktionsteam
An Ihrer Meinung zu Inhalt und Gestaltung sind wir sehr interessiert. Kritik und Anregungen senden Sie dankenswerterweise bitte an: newsletterSR@lebenshaelfte.de

Aktuelle Meldungen

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Aus den Seniorenbeiräten

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Wissenswertes

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Aktuelle Meldungen

Anlaufstellen und Fahrtkosten fürs Ehrenamt

Quelle: ehrenamt-in-brandenburg.de/
Ehrenamtskarte, Quelle: ehrenamt-in-brandenburg.de
Brandenburg fördert ehrenamtliches Engagement . Die Landesregierung wird dafür in allen Landkreisen und kreisfreien Städten neue Engagement-Stützpunkte einrichten. Das Land Brandenburg möchte die Stützpunkte zusammen mit den Kommunen finanzieren. Noch in diesem Jahr sollen die ersten beiden Stützpunkte in der Uckermark und in Frankfurt an den Start gehen, vier weitere sind für 2020 geplant.

Ab diesem Jahr plant die Landesregierung außerdem einen Mobilitätszuschuss von 100 Euro pro Jahr. Ehrenamtler/innen können damit unbürokratisch ihre Fahrtkosten verrechnen. Insgesamt stehen dafür 200.000 Euro im Landeshaushalt 2019 zur Verfügung. Die Ehrenamtler/innen müssen nachweisen, dass sie keine anderen Aufwandsentschädigungen oder Fahrtkostenerstattungen erhalten. Noch sind die Antragsmodalitäten nicht abschließend geklärt.

Quelle: Staatskanzlei, brandenburg.de

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Landtagsmedaille 2019 für 28 engagierte Brandenburgerinnen und Brandenburger

Landtagsmedaille
Preisträger 2019, Quelle: landtag.brandenburg.de
Zum Ende der sechsten Legislaturperiode im Brandenburger Landtag zeichneten die Abgeordneten in einer Festveranstaltung 28 Bürgerinnen und Bürger aus, die Herausragendes für Brandenburg geleistet haben. Seit 2014 erhalten Brandenburgerinnen und Brandenburger die Medaille des Landtages Brandenburg für Verdienste im Gemeinwesen. Gemeindevertreter/innen, Mitglieder von Kreistagen und Stadtverordnetenversammlungen oder ehrenamtliche Bürgermeister, Kulturschaffende, Übungsleiter/innen in Sportvereinen, Lokalhistoriker/innen, Feuerwehrleute oder Bundeswehrangehörige und anderweitig sozial Engagierte, machen unser Land Tag für Tag sozialer und menschlicher. Und das teilweise seit Jahrzehnten.
Landtagspräsidentin Britta Stark sagte in ihrem Grußwort: „Menschen wie Sie, die sich für das Gemeinwohl engagieren, bringen etwas Wertvolles ein. Etwas, worauf wir nicht verzichten wollen in Brandenburg. Ihr zivilgesellschaftliches Engagement ist eine konkrete Antwort auf die aktuellen Herausforderungen an die Demokratie und zeigt, wie demokratische Mitgestaltung in Zukunft funktionieren kann. Unsere offene Gesellschaft ist ja vor allem das Werk aktiver Bürgerinnen und Bürger. Wie lebendig diese offene Gesellschaft ist, das hängt nicht nur von einer guten Politik ab, sondern vom freiwilligen Engagement der Menschen.“
28 Empfänger/innen der Landtagsmedaille 2019:

◾ Christiane Baberowski, Großräschen
◾ Artur Buder, Kolkwitz-Limberg
◾ Frank Drusche, Altlandsberg
◾ Bärbel Eitner, Schönwalde-Glien
◾ Ellen Grünwald, Eberswalde
◾ Stabsfeldwebel Rainer Illesch
◾ Katrin Jachnik, Neuruppin
◾ Karlheinz Klein, Gusow-Platkow
◾ Helmut Kruse, Trebbin
◾ David Langer, Kroppen
◾ Ingrid Linke, Bad Freienwalde
◾ Daniela Markner, Bliesdorf
◾ Helmut Nier, Werder (Havel), Ortsteil Glindow
◾ Ulrich Papperitz, Rauen
◾ Monika Pohl, Angermünde
◾ Gudrun Rascheke, Berlin
◾ Jochen Rascheke, Berlin
◾ Peter Richter, Leegebruch
◾ Pfarrer Detlev Riemer, Berlin
◾ Heinz-Joachim Rothenburg, Luckenwalde
◾ Endrik Salewski, Bad Freienwalde
◾ Adelheid Schäfer, Wittstock/Dosse, Ortsteil Sewekow
◾ Ruth Schurbaum, Wittstock
◾ Dr. Erika Schwarz, Rehfelde
◾ Gerhard Schwarz, Rehfelde
◾ Sigrun Stahmleder, Wittstock
◾ Joachim Stein, Wustermark, Ortsteil Elstal
◾ Carla Ziegner-Zschiedrich, Lichterfeld-Schacksdorf

Quelle: Landtag, landtag.brandenburg.de

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Brieselanger Bürgerbus fährt seit zwölf Jahren

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Bürgerbus, Quelle: buergerbus-brieselang.de
Mobilität in Stadt und Land ist auch für Seniorinnen und Senioren ein heißes Thema. Kreisseniorenbeiräte diskutieren mit Fachleuten ihrer Landkreise immer wieder die Entwicklungskonzepte für den öffentlichen Nahverkehr, der an Bedeutung immer weiter zunimmt. Neue Ideen und gute Beispiele sind vor allem für die unterversorgten Ortschaften des ländlichen Raumes gefragt. Seit 2007 fährt in Brieselang ein ehrenamtlich betriebener Bürgerbus. Verkehrsstaatssekretärin Ines Jesse übergab im Mai ein neues Fahrzeug, das mit 20.000 Euro aus Lottomitteln und mit 100.000 Euro von der Gemeinde Brieselang und vom Kreis Havelland finanziert wurde. Das Modell Bürgerbus ist auch Bestandteil der Mobilitätsstrategie 2030 und ergänzt bereits in vielen Gemeinden des Landes die Angebote des öffentlichen Nahverkehrs. Jesse versprach eine Richtlinie, die Modellvorhaben für innovative Mobilitätsangebote besser fördern soll. Die Gelder sollen dann zum Beispiel beim Erstellen von Konzepten, bei Investitionen und während des Betriebes sowie bei der Evaluation neuer Angebote helfen. Ein Baustein sollen so genannte „On Demand- (Bedarfs) Angebote“ im öffentlichen Personenverkehr sein.

Quelle: Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung, mil.brandenburg.de

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150 neue Chancen für bessere Mobilität von Seniorinnen und Senioren

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Barrierefreier Einstieg, Quelle: freepik.com
Eingeschränkte Seniorinnen und Senioren, Eltern mit Kinderwagen oder behinderte Menschen mit Rollstuhl trifft es täglich: Wäre ein Aufzug am Bahnhof, könnten sie selbstständig zum Zug gelangen. An 150 Bahnhöfen im Land Brandenburg soll das nun endlich Wirklichkeit werden.
Eine neue Rahmenvereinbarung zwischen dem Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung und der DB Station und Service AG enthält neue barrierefreie Zugänge, verbesserte Informationsangebote, mehr Sitzplätze an den Stationen und längere Bahnsteige an insgesamt 150 Bahnhöfen. Für die nächsten zehn Jahre stehen dafür 170 Millionen Euro zur Verfügung. Etwa 68 Millionen Euro trägt das Land. 102 Millionen Euro investiert das Bahn-Unternehmen.

Die vollständige Liste aller Vorhaben finden Sie hier:

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„Gemeinsam gestalten - Gesundheit fördern”

Die erste Brandenburger Präventionskonferenz im Juni in Potsdam diente vor allem dem Erfahrungsaustausch über geeignete Präventionsmaßnahmen in allen Lebenslagen und Lebensphasen. Seit Jahren sind in Brandenburg Bündnisse aktiv, die sich über Lebensphasen hinweg Prävention und Gesundheitsförderung zum Ziel gesetzt haben. Dazu gehören „Gesund Aufwachsen“, der Arbeitskreis „Arbeit und Gesundheit“ und „Gesund älter werden“. Sie berichteten während der Konferenz von ihrer Arbeit.
Das Bündnis „Gesund älter werden in Brandenburg” besteht seit 2012. Es entstand damals auf Initiative des Ministeriums für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie (MASGF). Das Ziel: Die Bedingungen für ein gesundes Älterwerden im Land verbessern. Ein gutes und gesundes Älterwerden hängt von vielen Faktoren ab und ist gleichzeitig ein lebenslanger Prozess. Auf das eigene Verhalten kommt es an, aber auch auf die Verhältnisse, in denen Menschen altern. In Dialogforen zu den vier Lebensphasen „Rund um die Geburt, Kita-Zeit“, „Schul-Zeit“, „Arbeitswelt“ und „Gesund älter werden“ diskutierten die Konferenzteilnehmer/innen, wie Kooperationen bessere Übergänge zwischen den Lebensphasen schaffen können.

Lesen Sie hier die Pressemitteilung von Ministerin Susanna Karawanskij.

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Höhere Löhne in der Pflege

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Pflege braucht Zuwendung, Quelle: freepik.com
Das Bundeskabinett hat ein Gesetz für eine bessere Bezahlung in der Pflege beschlossen. Das Gesetz muss noch den Bundestag und den Bundesrat passieren. In Kraft treten soll es zum Jahresende. Es richtet sich an Beschäftigte in der Alten- und Krankenpflege und strebt Tariflöhne in der gesamten Pflegebranche an. Gelingt der Aushandlungsprozess zwischen Arbeitgebenden und Arbeitnehmemenden nicht, sieht das Gesetz in der Pflege höhere Mindestlöhne vor. Dabei soll es spezielle Lohnuntergrenzen für ausgebildete Fachkräfte ohne Unterschiede zwischen Ost und West geben.
Zur Finanzierung sagte Bundesarbeitsminister Hubertus Heil, dass Pflegebedürftige und Angehörige nicht überfordert werden. Höhere Löhne seien zunächst einmal eine Aufgabe der Pflegeversicherung. Mit Blick auf einen möglichen Steuerzuschuss aus dem Bundeshaushalt wolle er abwarten, wie hoch die höheren Löhne tatsächlich zu Buche schlagen.

Quelle: ZDF heute, zdf.de

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Aus den Seniorenbeiräten

26. Brandenburgische Seniorenwoche vom 16. Juni bis zum 23. Juni 2019

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Seniorenwoche, eigene Abbildung
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Die Auszuzeichenen mit dem Ministerpräsidenten Herr Woidke, Bürgermeister der Stadt Wittstock, Herr Gehrmann , Herr Puschmann Vorsitzender des Seniorenrates des Landes Brandenburg und der Rosenkönigin Tanja I. (Foto SRLB)
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Wittstocker Originale (Foto Horst Leder)
Die Brandenburgische Seniorenwoche fand in diesem Jahr zum 26. Mal statt. Ministerpräsident Dietmar Woidke eröffnete sie am 15. Juni feierlich in der St.-Marien-Kirche in Wittstock/Dosse. In seiner Festrede sagte er die Einsetzung eines Seniorenbeauftragten innerhalb der Landesregierung zu. Er bedankte sich bei den unzähligen ehrenamtlichen Seniorinnen und Senioren für ihre täglich geleistete Arbeit für das Allgemeinwohl in einer solidarischen Gesellschaft. Darüber hinaus dankte er auch dem Seniorenrat für seine Arbeit.
Der Vorsitzende des Seniorenrates, Wolfgang Puschmann, benannte folgende Arbeitsschwerpunkte: Bezahlbares, altersgerechtes Wohnen und Wohnumfeld, Pflege und Gesundheit, Verhindern von Altersarmut und die Auswertung des Projektes „Vernetzen, Erkennen und Handeln“. Stück für Stück wird damit eine Vernetzung aller Seniorenbeiräte des Landes Brandenburg mit der Geschäftsstelle des Seniorenrates installiert.
Ein großer Dank geht an die Verwaltung der Stadt Wittstock/Dosse – und zwar an Frau Fastenrath und an die Vorsitzende des Kreisseniorenbeirates Ostprignitz-Ruppin, Frau Schumacher. Mit viel Aufwand und Kreativität organisierten sie den Rahmen der Festveranstaltung. Das Markttreiben mit fünf Wittstocker Originalen war ein toller Höhepunkt. Die St.-Marien-Kirche war festlich geschmückt und bis auf den letzten Platz besucht.

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Die Pflege erhält einen übergreifenden Pflegeberuf

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Löhne in der Pflege, Quelle: freepik.com
Im April tagte die Arbeitsgemeinschaft „Pflege und Gesundheit“ des Seniorenrates des Landes Brandenburg. Als Referentin war Frau Lehmkuhl vom Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie zu Gast. Sie informierte zum Pflegeberufe-Gesetz.
Ab 2020 werden die Pflegeberufe „Altenpfleger/in“ und „Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger/in“ zu einem einzigen Pflegeberuf zusammengefasst. Die Ausbildung „Pflegefachmann/-frau“ dauert drei Jahre. Der Wechsel zwischen den einzelnen Pflegebereichen wird damit leichter.
Die schulische und praktische Ausbildung vermittelt Kompetenzen für die selbstständige und prozessorientierte Pflege von Menschen aller Altersstufen und in allen Versorgungsbereichen.
Neben dem generalistischen Berufsabschluss „Pflegefachmann/-frau“ können sich Azubis im dritten Ausbildungsjahr auf Altenpflege oder Kinderkrankenpflege spezialisieren. Sie erreichen dann den Abschluss „Altenpfleger/in“ oder „Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger/in“.
Die Finanzierung der Pflegeausbildung wird neu geregelt. Sie erfolgt einheitlich über Landesfonds. Azubis zahlen kein Schulgeld mehr. Durch ein Umlageverfahren werden ausbildende und nicht ausbildende Einrichtungen gleichermaßen zur Finanzierung herangezogen.

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Arbeitsgruppe Pflege besucht Pflegeeinrichtungen

Interview mit Herma Lindner, Mitglied des Vorstandes des Kreisseniorenbeirates Barnim

Wie kam es zur Gründung einer AG Pflege und was hat sie sich vorgenommen?
Das Thema Pflege beschäftigt uns regelmäßig in unserer Arbeit im Kreisseniorenbeirat. Im August 2018 hat eine Initiativgruppe vorgeschlagen, sich durch Vor-Ort-Besuche einen konkreten Eindruck von den verschiedenen Pflegeeinrichtungen im Barnim zu verschaffen. Wir wollten einzelne persönliche Erfahrungen und Berichte auf eine breitere Grundlage stellen. Unser Ziel war es von Anfang an, die Bedürfnisse und den Umgang mit den Bewohner/innen in den Einrichtungen in den Mittelpunkt zu stellen.

Was macht die AG Pflege jetzt genau?
Unser Team besteht aus vier Mitgliedern des Kreisseniorenbeirates. Zuerst haben wir uns überlegt, dass wir eine einheitliche Vorgehensweise brauchen, um Gespräche zu führen. Deshalb haben wir einen Fragenkatalog erarbeitet, den wir auch regelmäßig überprüfen. Dort spielen Fragen eine Rolle wie: Welche kulturellen Aktivitäten gibt es? Werden die Angehörigen mit einbezogen? Wie funktioniert die ärztliche Betreuung in der Einrichtung? Wie ist insgesamt die Personalsituation? Müssen die Bewohner/innen mit oft wechselnden Ansprechpartner/innen rechnen? Wie setzt sich das Pflegepersonal zusammen? Wächst der Anteil der Bewohner/innen, die mit ihrer Rente nicht in der Lage sind, den Eigenanteil an den Pflegekosten aufzubringen und kennen sie die Kostenstruktur? Leben die Bewohner/innen in Einzel- oder Mehrbettzimmern und hat das Auswirkungen auf die Kosten?
Wir haben bisher acht Pflegeeinrichtungen der vollstationären Pflege nach vorheriger Anmeldung besucht und Gespräche mit den Heimleiter/innen und Pflegedienstleiter/innen geführt. Zwei weitere Einrichtungen haben das abgelehnt. Das Pflegedienstpersonal hat sich aufgeschlossen gezeigt und hofft, dass die Probleme auch bei der Politik im Kreistag ankommen.

Können Sie einige Beispiele für solche Probleme nennen?
Durch unsere Besuche in Pflegeeinrichtungen haben wir neue Einsichten gewonnen. Ein Hauptproblem ist der Personalmangel und häufig wechselndes Personal.
Einrichtungen greifen bei Personalengpässen auf freiberufliches Pflegepersonal zurück. Das führt dazu, dass die Bewohner/innen wechselnde Ansprechpartner/innen haben. Die Bindung und das Wissen rund um ihre Bedürfnisse sind aber so nicht ausgeprägt. Alte Menschen möchten an Sonn- und Feiertagen nicht immer andere Pflegekräfte. Unabhängig von unseren Gesprächen hat es gerade ein Urteil des Bundessozialgerichtes gegeben, das besagt, dass Honorarpflegekräfte sozialversicherungspflichtig sind. Hier kann es für Einrichtungen, die das Modell praktizieren, zu erheblichen Nachforderungen kommen.
Kostenfaktoren spielen überhaupt eine große Rolle in den Gesprächen. Uns hat auch interessiert, wie transparent für Bewohner/innen und Angehörige die Verwendung der Investitionskostenpauschale ist und wie hier eine Kontrolle erfolgt oder wie bisher Ausbildungskosten umgelegt werden.

Wie soll es mit der Arbeit der AG weitergehen?
Wir haben uns vorgenommen, alle Pflegeeinrichtungen im Landkreis aufzusuchen und zunächst eine Auswertung im Kreisseniorenbeirat vorzustellen. Dazu wollen wir unseren Fragenkatalog noch einmal aktualisieren. Im Moment gibt es ja eine Reihe von Maßnahmen, wie den Beschluss zur besseren Bezahlung in der Pflege oder die Veränderungen bei der Finanzierung der Ausbildungskosten. Hier tun sich neue Fragen auf, vor allem was die Höhe des Eigenanteils der Bewohner/innen betrifft. Auf jeden Fall bleiben wir hier am Ball.

Vielen Dank für das Interview und alles Gute für Ihre Arbeit!

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Wissenswertes

Wohnungspolitischer Kompass 2019 für Brandenburg erschienen

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Diagramm Wohnungspolitischer Kompass, Quelle: mil.brandenburg,de
In Brandenburg ist der Wohnungsmarkt weiter zweigeteilt: Leerstand und niedrige Bestandsmieten in entfernten Landesteilen stößt auf große Nachfrage und hohe Mieten im Speckgürtel.
Die Städte in der zweiten Reihe könnten bei guter Verkehrsanbindung den angespannten Wohnungsmarkt in Berlin und Umland entlasten, sagte Infrastrukturministerin Kathrin Schneider (SPD) am 26.Juni 2019 in Potsdam.
Der wohnungspolitische Kompass unterstützt Entscheidungen für eine regional angepasste und sozial ausgerichtete Wohnraumversorgung. Brandenburg fördere die Schaffung von mietpreis- und belegungsgebundenen Wohnungen mit 100 Millionen Euro jährlich, sagte Schneider. Insgesamt gibt es im Land rund 1,3 Millionen Wohnungen, 49 Prozent in Ein- oder Zweifamilienhäusern.

Quelle: Pressemitteilung MIL vom 26.06.2019, mil.brandenburg.de

Wohnungspolitischer Kompass:
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Abschlussbericht „Gleichwertige Lebensverhältnisse” wird am 10.Juli 2019 vorgestellt

In Deutschlands Regionen lebt es sich äußerst unterschiedlich. Zu diesem Ergebnis kommt die von der Bundesregierung eingesetzte Kommission zur Untersuchung der Lebensverhältnisse.
Am 10. Juli 2019 wurde der Abschlussbericht von Minister/innen der Regierung vorgestellt. Es wurde berichtet, dass erhebliche Unterschiede zwischen einzelnen Regionen in Deutschland festzustellen sind. Es bestünden „erhebliche Disparitäten in den regionalen Einkommens- und Beschäftigungsmöglichkeiten, bei der Verkehrs- und Mobilfunkanbindung und beim Zugang zu Angeboten der Grundversorgung und Daseinsvorsorge", heißt es im Abschlussbericht der Regierungskommission „Gleichwertige Lebensverhältnisse", berichteten die Zeitungen der Funke-Mediengruppe.
Die Regierung plant eine Struktur- und Förderpolitik nach „Bedarfslagen”. Dazu gehöre auch die Selbstverpflichtung der Regierung, gleichwertige Lebensverhältnisse in allen Regionen als „Richtschnur bei allem politischen Handeln" zu nehmen. Der Städte- und Gemeindebund fordert dazu endlich konkrete Schritte. Gleichwertige Lebensverhältnisse in Deutschland sind nach seiner Ansicht „die Schicksalsfrage für die Zukunft unseres Landes". In einigen Gegenden fühlten sich die Menschen teilweise abgehängt.

Aktuelle Infos: tagesschau.de
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BAGSO veröffentlicht Broschüre „Bildung und Digitalisierung für ältere Menschen - Im Fokus: der ländliche Raum”

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Broschüre Digitalisierung, Quelle: BAGSO
Die BAGSO hat das Themenheft Nummer 17 veröffentlicht. Es berichtet von Leuchtturmprojekten zum digitalen Lernen. In der Einleitung heißt es: Wir alle lernen lebenslang. Doch verändert sich im Alter die Motivation zu lernen. Bildung ist dann weniger außen gesteuert und dient kaum noch der Erreichung extern gesetzter Ziele – man lernt vielmehr für sich selbst. Bildung ist im Alter von zentraler Bedeutung, um das eigene Leben zu gestalten und zu bereichern, die Eigenständigkeit zu erhalten, den Alltag zu erleichtern und Beziehungen zu knüpfen. Wie Bildung im Alter gelingen kann und wie Bildungsangebote für Ältere unter den besonderen Bedingungen des ländlichen Raums gestaltet werden können, ist Thema dieses Heftes.

Broschüre bestellen unter bagso.de/publikationen.html
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BAGSO fordert „Pflegezeit analog zur Elternzeit: Lohnersatzleistungen für berufstätige pflegende Angehörige“

Auf dem Deutschen Evangelischen Kirchentag in Dortmund hat die BAGSO eine Forderung zur besseren Vereinbarkeit von Pflege und Beruf vorgestellt: Pflegende Angehörige sollen, so wie Eltern, einen Anspruch auf Lohnersatzleistung erhalten, also eine „Pflegezeit analog zur Elternzeit“ geschaffen werden.
Im Rahmen der Veranstaltung „Wohin mit der Pflege? Wege aus der Sackgasse“ am Freitag, den 21. Juni in den Dortmunder Westfalenhallen, wurde die Forderung von Franz Müntefering vorgetragen und von der sehr großen Mehrheit der Teilnehmenden befürwortet. Die Forderung war als Resolution in den Kirchentag eingebracht worden.
Die Forderungen der BAGSO lauten im Einzelnen:
Pflegenden Angehörigen muss – so wie Eltern – ein Anspruch auf Lohnersatzleistung zustehen, wenn sie ihre Arbeitszeit reduzieren oder vorübergehend unterbrechen. Dieser Anspruch soll ab Pflegegrad 2 gelten und sich auf einen Zeitraum von bis zu 36 Monaten erstrecken.
Außerdem sollen Pflegende, ebenso wie berufstätige Eltern, einen Anspruch auf 10 arbeitsfreie Tage pro Jahr haben, um sich kurzfristig notwendigen Pflegeaufgaben widmen zu können.
Hier geht es zum vollständigen Text der Resolution:
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Termin vormerken: Präventionskongress „Prävention und Gesundheitsförderung in der Pflege”

Am 2. Dezember 2019 findet der neunte gemeinsame Präventionskongress des Bundesministeriums für Gesundheit und der Bundesvereinigung Prävention und Gesundheitsförderung (BVPG) in Berlin / Hotel Aquino – Tagungszentrum statt.

Inhalt:
  • Welche Konzepte der Gesundheitsförderung und Prävention für Pflegebedürftige sind bereits praxistauglich, qualitätsgesichert und evaluiert oder müssen dahingehend weiterentwickelt werden?
  • Welche Prozesse und Strukturen benötigt eine gesundheitsfördernde Organisationsentwicklung in Pflegeeinrichtungen?
  • Was sind förderliche Bedingungen für die Umsetzung von BGM- und BGF-Maßnahmen für Pflegekräfte und welche Hindernisse gibt es?
Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung erhalten Sie unter bvpraevention.de

Flyer zur Veranstaltung:
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Termin vormerken: Fachtagung „Erfahrungen und Ergebnisse aus der vierjährigen Modellphase der Fachstelle Altern und Pflege im Quartier im Land Brandenburg”

Die Veranstaltung findet am 28. November 2019 von 10.00 bis 15.00 Uhr im Potsdam Museum in Potsdam statt.

Nähere Infos und die Möglichkeit zur Anmeldung erhalten Sie demnächst auf der Internetseite
fapiq-brandenburg.de/
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