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Verhinderung des Arztmobils im Havelland

10.03.2015 – Der Brandenburger Seniorenrat hat mit Unverständnis die Verhinderung des Arztmobils im Havelland zur Kenntnis genommen.

Wir sind der Auffassung, daß bedingt durch den demographischen Wandel, die fehlende ärztliche Versorgung in den ländlichen Regionen und dem drohenden Wegbrechen von ambulanten Arztpraxen durch Berentung der noch praktizierenden Ärzte hier einem zukunftsweisenden Modell die Möglichkeit geboten werden sollte, sich zu erproben.

Wir sehen, trotz anders lautenden Auffassungen der Kassenärztlichen Vereinigung, in der Zukunft eine dramatische ärztliche Unterversorgung in Dörfern und Gemeinden in Brandenburg. Dies trifft insbesondere die ältere Generation, die durch Mobilitätseinschränkungen oft nicht in der Lage ist, zur Blutdruckkontrolle oder für ein Rezept weite Wege in Kauf zu nehmen. Es kann doch nicht angehen, daß das Argument der Kassenärztlichen Vereinigung „ Ärzte sollen nicht umherziehen“ den Ansprüchen der heutigen Zeit noch Stand hält. Auch stellen wir uns die Frage, wer bei einem Mangel hier wem Konkurrenz macht? Die verbleibenden Ärzte sehen eine Entlastung und die Seniorinnen und Senioren eine Erleichterung in Ihrer Lebenssituation.

Der Seniorenrat fordert daher die Kassenärztlichen Vereinigung, den Träger der Havelland-Kliniken und die politisch Verantwortlichen im Land und in dem Landkreis Havelland auf, Wege und Möglichkeiten zu finden, das Arztmobil auszuprobieren und in eine neue, innovative ärztliche Versorgung einzutreten.

2015-03-31T15:17:21+00:0010. 03. 2015|Categories: Presseinformatiom|