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Sozialministerin Golze überreicht „Veltener Teller“ an zehn engagierte Seniorinnen und Senioren

8.12.2014 – Für ihr vorbildliches ehrenamtliches Engagement haben heute zehn Senio-rinnen und Senioren den „Veltener Teller“ erhalten. Sozialministerin Diana Golze überreichte die Ehrenteller gemeinsam mit der Vorsitzenden des Landesseniorenrates, Sieglinde Heppener, in Potsdam. Golze sagte: „Es ist ein großes Glück, dass sich so viele Ältere für ihre Mitmenschen einsetzen und ehrenamtlich engagieren. Gerade in einer älterwerdenden Gesellschaft ist das ehrenamtliche Engagement von Seniorinnen und Senioren in vielen verschiedenen Lebensbereichen ein wertvolles Potential.“
Der „Veltener Teller“ wurde zum 20. Mal für besondere Verdienste im Ehrenamt vergeben. Die Tradition geht auf Regine Hildebrandt, Brandenburgs erste So-zialministerin, zurück. Auf ihre Anregung hin wurde er 1995 in der Werkstatt von Hedwig Bollhagen entworfen. Seitdem wurden – mit der heutigen Würdigung – insgesamt 207 Seniorinnen und Senioren mit ihm geehrt. Die Verleihung findet jedes Jahr im Dezember zum „Internationalen Tag des Ehrenamtes“ (5. Dezember) statt.

Ministerin Golze sagte: „Immer mehr Seniorinnen und Senioren wollen sich aktiv am sozialen und kulturellen Leben beteiligen. Zum Beispiel in den Seniorenbeirä-ten, ehrenamtlich in Sport- und Kulturvereinen oder auch als Lesepaten in Kitas und Schulen. Von ihren Erfahrungen und Ideen profitieren alle Generationen. Und die Gruppe der Seniorinnen und Senioren wird immer größer. Heute leben in Brandenburg über 563.000 Menschen, die älter als 65 Jahre sind. Das sind rund 22 Prozent der Gesamtbevölkerung. Bis zum Jahr 2030 wird die Zahl auf über 844.000 steigen. Dann wird schon jede Dritte und jeder Dritte zur Gruppe der Seniorinnen und Senioren zählen.“

Heppener sagte: „Das ehrenamtliche Engagement von Seniorinnen und Senioren ist für das Gemeinwohl von großer Bedeutung. Ihre Erfahrungen, ihr Wissen und Können und ihre Freundlichkeit werden überall, in der Familie, in der Nachbar-schaft und in der Gemeinde dringend gebraucht. Der 1995 von Regine Hildebrandt gestiftete Veltener Teller ist zwar ein kleines, aber sehr schönes Zeichen des Dankes und der Anerkennung. Die heute stellvertretend für so viele andere Geehrten zeigen die vielfältigen Möglichkeiten der gegenseitigen Hilfe der Gene-rationen, der Teilhabe und des Mitwirkens, die wir im Alter haben.“

Den „Veltener Teller 2014“ erhielten heute:

Gisela Ebeling
(Jg. 1939; Brandenburg an der Havel): sie ist seit 30 Jahren ehrenamtliche Vorsitzende des Blinden- und Sehbehindertenverbandes der Stadt Brandenburg an der Havel. Besonders kümmert sie sich um die Beratung und um die Einsetzung von Betreuern für die Verbandsmitglieder und widmet ihrer Eingliederung in Arbeitsprozesse große Aufmerksamkeit. 1993 war sie Mitbegründe-rin des Seniorenbeirates, dem sie über 10 Jahren angehörte. Zudem ist sie Mit-glied im Verkehrsausschuss der Stadt und engagiert sich besonders für Men-schen mit Behinderungen.

Gerhard Fengler (Jg. 1938; Frankfurt (Oder)): er ist seit 2006 ein aktives Mit-glied des Seniorenbeirats der Stadt Frankfurt (Oder), vertritt die Interessen der Seniorinnen und Senioren und arbeitet bei der Durchführung von Veranstaltungen wie der Seniorenwoche mit. Außerdem ist er als Reise- oder Wanderleiter in der rund 150 Mitglieder zählenden Seniorengruppe des Brandenburger Senio-renverbandes bei der Organisation von Bildungsveranstaltungen, Tagesfahrten und Wanderungen sehr aktiv.

Ilona Kappes (Jg. 1948; Schildow/LK Oberhavel): im Jahr 2009 übernahm sie den Vorsitz des Seniorenbeirates Mühlenbecker Land und wurde als sachkundige Bürgerin in den Sozialausschuss berufen. Sie vertritt engagiert die Interessen der Seniorinnen und Senioren ihrer Gemeinde. 1998 gründete sie eine neue Ortsgruppe der Volkssolidarität Schildow, deren Vorsitzende sie bis 2002 war. Seit 2002 engagierte sie sich als stellvertretende Vorsitzende der Volkssolidarität Schildow in der vereinsübergreifenden Seniorenarbeit maßgeblich bei der Aktion „Älter werden und sich wohlfühlen im Mühlenbecker Land“.

Uta Laurisch (Jg. 1943; Welzow/LK Spree-Neiße): im Jahr 2000 übernahm sie den Vorsitz der Ortsgruppe der Volkssolidarität in der Stadt Welzow, seit 2001 arbeitet sie aktiv im Seniorenbeirat, dessen Vorsitzende sie seit 2009 ist. Ihr ge-lang es, die Seniorenwoche zu einem wirklichen Höhepunkt der Seniorenarbeit in Welzow zu machen. Dank ihrer Aktivität wurde eine hohe Beteiligung von Seniorinnen und Senioren und vielen sozialen Partner erreicht. Podiumsgespräche mit Abgeordneten sowie Veranstaltungen mit der Grundschule wurden zu einem festen Programmpunkt. Besondere Aufmerksamkeit widmet sie der „Alten Dorfschule“, dem Kultur- und Gemeindezentrum der Stadt Welzow.

Ingrid Liebig (Jg. 1934; Potsdam): sie ist seit 1998 Mitglied des Seniorenbeira-tes der Landeshauptstadt Potsdam und in diesem als Schatzmeisterin tätig. Ihr Einfühlungsvermögen für die Belange älterer Menschen bereichert die Arbeit des gesamten Seniorenbeirats in Potsdam. Im Auftrag des Oberbürgermeisters über-nahm sie zudem die Aufgabe, 90-jährige Jubilare zum Geburtstag zu besuchen und ihnen zu gratulieren.

Renate Neumann (Jg. 1944; Neuruppin/LK Ostprignitz-Ruppin): sie ist seit über 20 Jahren Vorsitzende des Vereins „Jahresringe Neuruppin“, der vor allem Menschen unterstützt, die durch Krankheit, Arbeitslosigkeit oder aus anderen Gründen in Isolation, Resignation und Hoffnungslosigkeit abgeglitten sind und mit dieser ungewollten Situation nicht mehr klarkommen. Im Kaffeestübchen des Vereins haben die Ehrenamtlichen gemeinsam mit Seniorinnen und Senioren eine attraktive Begegnungsstätte mit vielfältigen Veranstaltungen.

Ingrid Patzer (Jg. 1935; Falkensee/LK Havelland): sie ist Gründungsmitglied des Falkenseer Seniorenbeirates und befasst sich insbesondere mit Fragen zur Gesundheit und Pflege im Alter. Seit 2012 ist sie von der Stadt zur Ombudsfrau zu den stationären Pflegeeinrichtungen bestellt. Als solche hält sie einen engen Kontakt zu den Pflegeeinrichtungen der Stadt und nimmt an Zusammenkünften der Bewohnerschaftsräte teil.

Fritz Reglin (Jg. 1937, Nordwestuckermark/LK Uckermark): 2003 übernahm er die Aufgabe des Seniorenbeauftragten der Gemeinde Nordwestuckermark. Er organisiert beliebte Veranstaltungen und Busfahrten. Im Kreisseniorenbeirat ist er ein zuverlässiger Partner und setzt sich aktiv und kompetent für die Belange der Seniorinnen und Senioren ein. Bereits 1956 wurde er Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr, in der er als Wehrleiter und für die Jugendfeuerwehr bis 1994 tätig war. Ebenfalls seit 1956 übte er im Anglerverein viele Jahre die Funktion des Jugendwartes und des Schriftführers aus. Seit 1996 wirkt er aktiv im Geschichtsverein Prenzlau mit. Auch im Fremdenverkehrsverein engagierte er sich.

Helga Schalbe (Jg. 1925; Rangsdorf/LK Teltow-Fläming): sie leitete seit 1996 ehrenamtlich über 18 Jahre eine Gymnastikgruppe im ASB-Seniorentreff in Rangsdorf. Die pensionierte Sportlehrerin fand immer neue Übungen und brachte Abwechslung in die 14-tägigen Treffen. Mit der Zeit entstanden enge Freundschaften und die Gymnastikgruppe saß nach dem Sport noch bei Kaffee und Kuchen zusammen, um sich auszutauschen.

Erika Krebs-Wenzel (Jg. 1937; Mittenwalde/LK Dahme-Spreewald): sie ist seit 15 Jahren Pressesprecherin des Seniorenrats des Landes Brandenburg. Durch ihre Arbeit hat sich die öffentliche Präsenz der Seniorenarbeit im Laufe der Jahre deutlich verbessert. Sie hält Kontakt zu den Vertretern der Medien und den Pressesprechern der Landesregierung. Mit Vorträgen in Altenpflegeeinrichtungen erfreut sie viele ältere Menschen. Mit ihren auch im engen Kontakt zum Senio-renbeirat des Landkreises Dahme-Spreewald gewonnenen Erfahrungen bereichert sie die Vorstandsarbeit.

2014-12-19T10:07:30+00:0019. 12. 2014|Categories: Allgemein|