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Der Seniorenrat des Landes setzt sich ein

Nichts ist so gut, dass es nicht noch verbessert werden könnte – und die Impfsituation in unserem Land ist durchaus verbesserungswürdig. Schnelles und effektives Impfen gegen das Coronavirus ist aber für eine rasche Rückkehr der älteren Menschen in ein normales Leben unabdingbar. Aus diesem Grund hat der Seniorenrat des Landes Brandenburg eine Blitzumfrage bei den Mitgliedern gestartet, um zu erfahren, wo es gute Beispiele zur Umsetzung der Impfstrategie in den Kommunen bzw. in den Kreisen gibt. Da inzwischen viele geantwortet haben, können wir nun Hinweise übermitteln, wo auch Sie vielleicht noch tätig werden können. Als Ergebnis hat sich überall herausgestellt, dass die Beiräte, die sich mit ihren Hinweisen zur Verbesserung der Impfsituation an die Bürgermeister, Landräte und das Ministerium gewandt haben, viele positive Ergebnisse erreichen konnten. Aber auch die Zusammenarbeit mit anderen Institutionen und Gruppierungen und der Presse war sehr wichtig.

 

Nun auszugsweise einige Beispiele.  So hat sich z. B. der Landrat von Havelland auf Hinweise und Briefe des KSR beim Ministerium dafür stark gemacht, dass inzwischen die Zusagen für das Impfzentrum in Falkensee und die Zweigstelle in Rathenow erfolgten und außerdem wurde ein Bürgertelefon im Museum und in der Stadtbibliothek eingerichtet. Für die Besucher des Impfzentrums in Frankfurt/Oder wurde eine Bushaltestelle im Zentrum eingerichtet, wodurch der Zugang für behinderte und ältere Bürger deutlich verbessert wurde. Die Pflegedienste haben Termine verteilt und Impfungen vorgenommen. In Glienicke wurde vom Seniorenklub ein „Sorgentelefon“ eingerichtet, wodurch die Senioren Unterstützung beim Finden von Transportmöglichkeiten und Aufmunterung erhalten und der Briefkasteneinwurf mit Unterlagen erfolgt. Es gibt auch eine gute Zusammenarbeit mit dem Bürgermeister. In Eberswalde hat die Akademie 2. Lebenshälfte ein Impftelefon eingerichtet und bisher über 250 Impftermine vermittelt. Außerdem wollen sie auch Impfpaten vermitteln, die eine Begleitung zum Impfen übernehmen und Fahrdienste leisten. Fahrdienste bietet auch der Kirchenkreis Prignitz in Zusammenarbeit mit dem KSB an. Der KSB beteiligt sich außerdem gemeinsam mit der Volkssolidarität per Telefon an der Vergabe von Fahrdiensten. Wie in vielen anderen Seniorenbeiräten wurde auch hier, veranlasst durch den KSB, ein Brandbrief an Ministerpräsident Woidke zum dringend benötigten Einsatz eines Impfbusses für die ganze Region geschrieben, der auch vom Landrat, vielen Ortsbürgermeistern und Organisationen unterschrieben wurde. In Perleberg wurde durch den ÖPNV die Fahrtroute der Busse geändert. Nun halten die Busse direkt am Impfzentrum. Der Bürgermeister der Gemeinde Gumtow hat 40 Impftermine für die Senioren der Gemeinde organisiert. Am Mellensee erhalten die Senioren über 80 Jahre ein Schreiben der Kassenärztlichen Vereinigung mit Informationen zum Impfen und alleinstehende Senioren können sich bei der Gemeindeverwaltung zur Unterstützung bei Terminveränderungen und der Organisation der Fahrt zum Impfzentrum nach Luckenwalde melden. In Falkensee bietet der Sportverein Hilfe an, indem er drei Kleinbusse einsetzt, um Senioren zu Impfterminen nach Potsdam und Oranienburg zu fahren und es gibt auch private Unterstützung beim Transport in andere Impfzentren des Landkreises. Der Jugendbeirat bietet zusätzlich Einkaufshilfen für Senioren an, die wegen Corona das Haus nicht verlassen können. Der Vorsitzende des Seniorenbeirates von Rangsdorf fährt Senioren mit einem von der Stadt gesponserten Kleinbus zum Impfzentrum und hat schon über 100 Fahrten durchgeführt. Auch in Ludwigsfelde gibt es inzwischen ein Impf-Shuttle, das Senioren zum Impfen fährt. Die Akademie 2. Lebenshälfte koordiniert weitere Fahrten und Leute, die solche Fahrten übernehmen. Damit die Älteren darüber informiert sind, werden in der Zeitung auch die entsprechenden Telefonnummern bekanntgegeben.

 

Dies ist nur eine kleine Auswahl der Möglichkeiten, wie die Impfsituation in unserem Land verbessert werden kann – vorausgesetzt, es gibt genügend Impfstoff. Vielleicht können auch Sie die eine oder andere Möglichkeit in Ihrem Umkreis aufgreifen, um Unterstützung zu geben. Wir wünschen Ihnen für Ihre weitere Arbeit viel Erfolg, damit wir die Pandemie gemeinsam gut überstehen. Bleiben Sie gesund! RS

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Veröffentlichung

Do, 25. März 2021

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