Landesseniorenbeauftragter Asmus und Seniorenrat als Gäste beim deutsch-polnischen Erfahrungsaustausch in Zielona Góra und Cottbus
Grenzüberschreitende Zusammenarbeit gestärkt – Seniorenbeiräte aus Brandenburg und Zielona Góra vertieften Partnerschaft
Die grenzüberschreitende Zusammenarbeit in der Seniorenarbeit hat einen weiteren wichtigen Impuls erhalten: Am 17. April 2026 trafen sich in Zielona Góra rund 20 Vertreterinnen und Vertreter der Seniorenbeiräte aus Cottbus/Chóśebuz, Frankfurt (Oder), Potsdam sowie des Seniorenrates des Landes Brandenburg mit dem Seniorenbeirat der Stadt Zielona Góra zu einem intensiven Erfahrungsaustausch.
Im Mittelpunkt des Treffens standen der fachliche Dialog und die weitere Vertiefung der Zusammenarbeit zwischen den beteiligten Gremien. Dabei wurden zahlreiche Gemeinsamkeiten in der Arbeit festgestellt. Hervorzuheben sind insbesondere Aktivitäten gegen Einsamkeit im Alter, die Beteiligung an öffentlichen Projekten sowie Hilfsangebote für Seniorinnen und Senioren bei der Bewältigung nicht alltäglicher Aufgaben. Von Bedeutung ist zudem die Zusammenarbeit mit karitativen Einrichtungen sowie mit Universitäten in beiden Städten.
Auch Unterstützungsangebote bei der Nutzung digitaler Medien zur besseren Teilhabe am gesellschaftlichen Leben wurden thematisiert. Ein Beispiel hierfür ist die Erarbeitung eines Seniorenratgebers durch den Seniorenbeirat Cottbus/Chóśebuz. Einen wichtigen Beitrag zur Seniorenarbeit leisten außerdem regelmäßige Veranstaltungen wie die Seniorenwoche oder Seniorentreffen mit dem Ziel, das Gemeinschaftsgefühl zu stärken.
Der Erfahrungsaustausch zeigte eindrucksvoll, wie lebendig und praxisnah europäische Partnerschaft im Alltag gestaltet werden kann. Zugleich leistete er einen wichtigen Beitrag zur Stärkung des europäischen Zusammenhalts und des gegenseitigen Verständnisses.
Ein besonderer Höhepunkt war die Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung zwischen den Seniorenbeiräten der Städte Zielona Góra und Cottbus/Chóśebuz, mit der die Zusammenarbeit auf eine neue, verbindliche Grundlage gestellt wurde.
„Der persönliche Austausch ist durch nichts zu ersetzen. Er schafft Vertrauen, bringt neue Ideen hervor und stärkt das Miteinander über Grenzen hinweg. Ziel ist es, die Kooperationsvereinbarung gemeinsam mit Leben zu füllen“, betonte Herr Jürgen Grützner, Vorsitzender des Seniorenbeirates der Stadt Cottbus/Chóśebuz.
Die Veranstaltung fand im Rahmen eines Kleinprojektefonds (KPF) der Euroregion Spree-Neiße-Bober (SPN) statt und stand unter dem Titel „Erfahrungsaustausch von Seniorinnen und Senioren der Partnerstädte Cottbus/Chóśebuz – Zielona Góra anlässlich der Eröffnung der 32. Brandenburgischen Seniorenwoche 2026“.
Das Projekt unterstreicht die enge Verbindung zwischen den Partnerstädten und verdeutlicht die große Bedeutung grenzüberschreitender Zusammenarbeit – insbesondere vor dem Hintergrund des demografischen Wandels. Seniorinnen und Senioren aus beiden Städten kommen zusammen, tauschen ihre Erfahrungen aus und entwickeln gemeinsame Perspektiven für die Zukunft.
Gefördert wurde das Projekt aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) im Rahmen des Programms INTERREG VI A Brandenburg–Polen 2021–2027.
Ewa Malys, Stadt Cottbus
Bildrechte Ewa Malys, Stadt Cottbus

