AG Gesundheit und Pflege des SRLB berät zu aktuellen Herausforderungen in Brandenburg
Die Arbeitsgruppe Gesundheit und Pflege des Seniorenrates des Landes Brandenburg e.V. (SRLB) hat sich am 23. März 2026 im Begegnungszentrum Ahrensfelde zu einer turnusmäßigen Sitzung getroffen. Im Mittelpunkt standen zentrale Herausforderungen der gesundheitlichen und pflegerischen Versorgung älterer Menschen im Land Brandenburg.
Ein besonderer Schwerpunkt lag auf der Nachbarschaftshilfe in der Pflege. Die Mitglieder der Arbeitsgruppe tauschten sich intensiv über bestehende Strukturen, Qualifizierungsangebote und Erfahrungen aus den Landkreisen aus. Deutlich wurde, dass es weiterhin Informationsbedarf gibt und insbesondere niedrigschwellige, wohnortnahe Angebote gestärkt werden müssen, um eine flächendeckende Unterstützung zu gewährleisten.
Darüber hinaus wurden die Ergebnisse der Bund-Länder-Arbeitsgruppe zum „Zukunftspakt Pflege“ diskutiert. Aus Sicht der Arbeitsgruppe kommt es nun entscheidend darauf an, die vorgestellten Maßnahmen auch konkret vor Ort umzusetzen – insbesondere mit Blick auf die Sicherstellung der Versorgung im ländlichen Raum.
Im Rahmen der Auswertung des 9. Altersberichts der Bundesregierung wurden zentrale Themen wie Altersarmut, soziale Teilhabe und Digitalisierung erneut in den Fokus gerückt. Mit Blick auf den kommenden 10. Altersbericht begrüßt die Arbeitsgruppe den geplanten Schwerpunkt „Bildung und Lernen im Alter“ als wichtigen Baustein für gesellschaftliche Teilhabe.
Ein weiteres Thema waren aktuelle Fördermöglichkeiten zur Verbesserung der Lebensqualität im Alter. Hier wurde deutlich, dass bestehende Programme zwar wichtige Impulse setzen, jedoch der Zugang zu Fördermitteln häufig mit Hürden verbunden ist. Die Arbeitsgruppe sieht hier weiterhin Unterstützungsbedarf für Initiativen vor Ort.
Die AG Gesundheit und Pflege wird auch 2026 den direkten Austausch mit den kommunalen Seniorenbeiräten im Land fortsetzen. Geplant sind mehrere regionale Erfahrungsaustausche, um Bedarfe, Herausforderungen und gute Praxisbeispiele aus erster Hand aufzunehmen und in die landespolitische Arbeit einzubringen.
Im fachlichen Austausch wurden zudem aktuelle Entwicklungen thematisiert, darunter die weiterhin angespannte Hospiz- und Pflegeversorgung, steigende Kosten im Pflegesystem sowie die zunehmenden Einschränkungen bei der Bargeldversorgung, die insbesondere ältere Menschen betreffen. Auch der hohe Informationsbedarf zu Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung wurde hervorgehoben.
„Die Herausforderungen sind vielfältig – umso wichtiger ist es, die Perspektiven der älteren Menschen aus allen Regionen Brandenburgs aufzunehmen und in politische Prozesse einzubringen“, betont Angelika Klitzsch, Leiterin der AG Gesundheit und Pflege.
Die Arbeitsgruppe wird ihre Arbeit in den kommenden Monaten fortsetzen und die gewonnenen Erkenntnisse in die Gremienarbeit des Seniorenrates sowie in den Dialog mit Politik und Verwaltung einbringen.

