Autonome Fahrzeuge im ländlichen Raum: SRLB initiiert Fachgespräch zur Zukunft der Mobilität in Brandenburg

Am 18.02.2026 fand auf Initiative des Seniorenrates des Landes Brandenburg e.V. (SRLB) im Ministerium für Gesundheit und Soziales (MGS) ein Gespräch über Möglichkeiten des Einsatzes von autonomen Fahrzeugen im Öffentlichen Personenverkehr (ÖPV) im ländlichen Raum Brandenburgs statt. Teilnehmende waren der Landesseniorenbeauftragte Norman Asmus, die zuständige Referentin im Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung (MIL), Ines Eileen Fuhrmann, der Vorsitzende des SRLB, Lutz-Peter Anton, Manfred Hildenbrand, Mitglied des Vorstandes des SRLB und Leiter der SRLB-AG „Wohnen im Alter“, Prof. Dr. Joachim Daduna, Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin, und Prof. Dr. Lin Xie, Professorin für Wirtschaftsinformatik und Business Analytics an der Brandenburgischen Technischen Universität (BTU) Cottbus.


Anlass war der Austausch über Möglichkeiten einer Verbesserung des derzeitigen Beförderungsangebotes jenseits des motorisierten Individualverkehrs im ländlichen Raum, um verschiedene Bevölkerungsgruppen in ihrer Mobilität zu stärken. Relevante Gruppen sind hier vor allem hochbetagte Seniorinnen und Senioren, Menschen mit Behinderung und Menschen ohne Führerschein oder eigenen Pkw. Grundsätzliche Einigkeit bestand darin, dass ein solches Angebot nicht als Ersatz bestehender Mobilitätsstrukturen verstanden werden sollte, sondern eine gezielte Ergänzung des vorhandenen ÖPV-Netzes sein muss. 


Außerdem wurde festgestellt, dass die notwendigen technischen Voraussetzungen im Bereich der Fahrzeug- und Informationstechnologien sowie bezüglich der rechtlichen Rahmenbedingungen gegeben sind, um mit einer Realisierung im Probebetrieb zu beginnen. Das passt zum Ziel des brandenburgischen Mobilitätsgesetzes, wonach das Land innovative Mobilitätskonzepte und Verkehrsangebote erproben und nutzen will (§ 1 Abs. 4). Als entscheidende Vorteile autonom fahrender Fahrzeuge wurden die dadurch mögliche Ausweitung des Angebotsumfangs, deutliche Einsparungen bei den entstehenden Kosten sowie der Beitrag zum Umgang mit dem zunehmenden Fachkräftemangel gesehen. Abschließend wurden mögliche Schritte für ein weiteres Vorgehen diskutiert, die der sich abzeichnenden neuen Landesregierung mit auf den Weg gegeben werden können.
 

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Veröffentlichung

Mo, 09. März 2026

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