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Das Kooperationsprojekt „AGnES II“ muss in die ärztliche Regelversorgung aufgenommen werden

Presseinformation vom 12.01.2015, Potsdam – Angesichts des akuten und sich verstärkenden Mangels an Hausärzten im Land Brandenburg, des schwierigen Zugangs zur ärztlichen Versorgung insbesondere in der Fläche des Landes und der hohen Wartezeiten auf einen Arzttermin begrüßt der Seniorenrat des Landes Brandenburg die mit „AGnES II“ verbundenen „Arztentlastenden Dienste“ insbesondere den Einsatz von Praxisassistenten.

Der Seniorenrat des Landes Brandenburg fordert, nachdem es als „Modellprojekt“ am 31.12. 2014 ausgelaufen ist, „AGnES II“ vom Jahre 2015 an als Regelleistung in die ambulante ärztliche Betreuung zu übernehmen.

Im Ergebnis der Analyse unserer Arbeitsgruppe „Soziales, Gesundheit und Pflege“ mussten wir feststellen, dass sich nach wie vor nur drei Krankenkassen (AOK, Barmer GEK, Techniker) an AGnES II beteiligen. Wir fordern auch die anderen in der Region vertretenen Krankenkassen zur Teilnahme auf. Wir können es uns im Flächenland Brandenburg mit einer zunehmenden älteren Bevölkerung nicht leisten, Menschen in der ärztlichen Versorgung zurück zu lassen.

Ebenso mussten wir zur Kenntnis nehmen, dass in stationären Einrichtungen der Altenhilfe die Leistungen von „AGnES II“ nicht abrechenbar sind. Auch Menschen, die in stationären Einrichtungen leben, haben ein Leben lang ihren Beitrag zur solidarischen Krankenversicherung gezahlt. Sie haben ein Recht auf gleiche Leistungen wie sie Menschen in der eigenen Häuslichkeit zustehen. Auch hier darf es keine „Zwei- Klassengesellschaft“ in der ärztlichen Versorgung geben.

Ansprechpartnerin: Marlies Jensen, AG Soziales, Gesundheit und Pflege

2017-05-18T08:22:32+00:0015. 01. 2015|Categories: Presseinformatiom|