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Bericht zur 23. Brandenburgischen Seniorenwoche 2017-05-18T08:10:10+00:00

Bericht zur 23. Brandenburgischen Seniorenwoche

Die unter der Schirmherrschaft des Ministerpräsidenten Dr. Dietmar Woidke stehende 23. Brandenburgische Seniorenwoche fand in der Zeit vom 12. bis 19. Juni 2016 unter dem Motto „Für ein lebenswertes Brandenburg – sicher und geborgen“ statt.

Ihr erfolgreicher Verlauf bildete den Höhepunkt in der ganzjährigen Seniorenarbeit und hat große Anerkennung bei allen Beteiligten gefunden. Die Seniorenwoche war eine wirkungsvolle Demonstration aktiver Seniorenarbeit und des politischen, kulturellen und organisatorischen Beitrags, den die ältere Generation für den gesellschaftlichen Zusammenhalt in Brandenburg leistet.
Sie wurde vom Seniorenrat und den Seniorenbeiräten der Landkreise und der kreisfreien Städte sowie der Städte, Ämter und Gemeinden in Zusammenarbeit mit den kommunalen Verwaltungen vorbereitet und durchgeführt. Die Seniorenwoche hat einen anerkannt festen Platz im gesellschaftlichen Leben der Städte und Gemeinden Brandenburgs.

Zentrale Eröffnungsveranstaltung

Die 23. Brandenburgische Seniorenwoche wurde am 11. 06. 2016 in der Oranienburger evangelischen Stadtkirche St. Nicolai von der Ministerin für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie Frau Diana Golze eröffnet.

Die Ministerin würdigte in ihrer Eröffnungsrede den Beitrag, den die ältere Generation für die Gestaltung einer lebenswerten Gesellschaft in Brandenburg leistet und begründete die nächsten seniorenpolitischen Aufgaben und Ziele der Landesregierung.

Die Vorsitzende des SRLB Frau Prof. Sieglinde Heppener betonte in ihren Begrüßungsworten die unabdingbaren Voraussetzungen für Lebensqualität im Alter. Im Namen der evangelischen Kirchengemeinde Oranienburg sprach Herr Pfarrer Antrack eindrucksvolle Worte der Begrüßung.

Traditionsgemäß wird die Eröffnung der Seniorenwoche mit dem „Tag der ehrenamtlichen Seniorenarbeit“ verbunden. Anlässlich des 21. Tages der ehrenamtlichen Seniorenarbeit wurden 10 Personen und eine Gruppe mit der Ehrenurkunde des SRLB ausgezeichnet.

Das Musikprogramm, mit dem die Kreismusikschule Oberhavel die Veranstaltung umrahmte, fand ungeteilten Beifall.
Die „AG BSW“ des Seniorenrats hat die Eröffnungsveranstaltung langfristig vorbereitet. Ihre organisatorische Durchführung lag in Händen des Seniorenrats des Landkreises Oberhavel und des Seniorenbeirats der Stadt Oranienburg. Bei der langfristigen Vorbereitung der Eröffnungsveranstaltung wurde wiederum die Bedeutung einer klaren Abstimmung mit allen Beteiligten vor Ort deutlich. Da viele Gäste schon eine längere Anreise hatten, ist es positiv gewertet worden, auf ein Vorprogramm zu verzichten.

Eine zentrale Eröffnungsveranstaltung führten auch fast alle Landkreise durch (Spree-Neiße, Prignitz, Ostprignitz-Ruppin, Potsdam-Mittelmark, Oder-Spree, Dahme-Spreewald, Oberspreewald- Lausitz, Teltow-Fläming). Im Sinne des Mottos der Seniorenwoche berichteten die Landräte über seniorenpolitisch Erreichtes und nächste Aufgaben. Schwerpunkte waren Wohnen, Mobilität, Sicherheit und der Dank an die Älteren für ihren engagierten Beitrag bei der Aufnahme und Betreuung von Flüchtlingen und Asylsuchenden. Deutlich wird, dass die seniorenpolitischen Zielstellungen der Landkreise auf zum Teil langfristig angelegten Analysen der demografischen Entwicklung im Landkreis (Leitlinien, Altenplänen, Studien) beruhen. Die Eröffnungsveranstaltung im Landkreis Havelland stand unmittelbar unter dem Thema „ Mobilität – Voraussetzung für aktives Altern“. Im Landkreis Barnim wurde die Eröffnung mit einem Workshop verbunden. In der Gruppenarbeit wurde über Auswirkungen des demografischen Wandels im Landkreis debattiert und konkrete Aufgaben für den Landkreis wurden abgeleitet.
In allen Veranstaltungen ehrten die Landräte Frauen und Männer für ihre besonderen Verdienste in der Seniorenarbeit.

Zunehmend finden feierliche zentrale Eröffnungsveranstaltungen auch auf der Ebene der Städte und Gemeinden statt. Sie wurden ergänzt durch Diskussionen mit Abgeordneten des Bundestages, des Landtags und der Kreistage sowie auf Bürgermeisterforen.

Schwerpunkte dieser Diskussionen und der gestellten Forderungen sind: Bezahlbarer altersgerechter und barrierefreier Wohnraum. Vorlage eines sozialen Wohnungsbauprogramms des Landes Ärztliche Versorgung und Sicherung der Pflege im Alter Sicherung der Mobilität, Seniorengerechte Anpassung der Angebote des ÖPNV, Schaffung und Ausbau von bewährten örtlichen Mobilitätsangeboten: Rufbusse, Patientenbusse, spezielle Fahrplangestaltung und Haltestellen

Beachtung der Sicherheitsbedürfnisse älterer Menschen, Information über Kriminalitätsentwicklung und Schutz vor Verbrechen Stärkung der Aktivität und Teilhabe der Älteren in den Kommunen. Mehr Einbeziehung von Problemen und der Hinweise von Seniorinnen und Senioren in die Kommunalpolitik Vorbeugen von Altersarmut und Vereinsamung, Stärkung der Verbindung der Betroffenen zu ihrem sozialen Umfeld Unterstützung und Würdigung des Beitrags der älteren Generation im Ehrenamt, Qualifizierung insbesondere der ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer für eine zeitgemäße Asyl – und Flüchtlingspolitik Bessere finanzielle Unterstützung für die Aktivitäten und Projekte in den Landkreisen, Ämtern und Gemeinden.
Beachtenswert ist, dass in den Veranstaltungen vermehrt die Forderung nach Erhalt und Schaffung von Begegnungszentren und Gemeinschaftstreffs vor Ort gestellt wurde. Ebenso wurden Fragen nach der Erhaltung von Lebensqualität im ländlichen Bereich eindringlicher als bisher problematisiert.

Die Diskussionen in den Beratungen mit Amtsdirektoren, Bürgermeistern und Mitarbeitern der Verwaltungen bestätigen, dass die angesprochenen Probleme akut sind und dass an ihrer Lösung weiter gearbeitet werden muss. Diese unmittelbaren Kontakte müssen intensiviert und fortgesetzt werden. Nach wie vor sind sie fester Bestandteil der Seniorenwoche. Durch Aufnahme der Forderung nach Kommunikation mit den Politikern in den Seniorenpolitischen Leitlinien und Maßnahmenplänen der Landkreise muss gesichert werden, dass diese gute Tradition fortgesetzt wird. Die Seniorenbeiräte der Landkreise und der kreisfreien Städte berichteten über viele gute Beispiele von Hilfe, Betreuung und Einbeziehung der Älteren oder von Veranstaltungen, mit denen sie eindrucksvoll auf ihre Probleme aufmerksam machen, so z.B. von einer „Rollstuhlrallye“ in Trebbin.

Ebenso müssen die im Rahmen der Seniorenwoche durchgeführten Informationsveranstaltungen über Hilfe- und Betreuungsangebote fortgesetzt und landesweit erweitert werden. Beispielgebend sind die Präsentationen im Potsdamer Stern-Center, eine Gemeinschaftsaktion der Stadtverwaltung und des Seniorenbeirats unter Mitwirkung der Wohlfahrtsverbände von Berufsverbänden und Trägern von Einrichtungen und der 11. Aktionstag „Helfende Hände“ in Frankfurt/Oder und im Teltower Real-Markt. In Schwarzheide (OSL) organisierte der Pflegestützpunkt eine Informationsveranstaltung.