Auszeichnungen

Ehrenurkunde des Seniorenrates des Landes Brandenburg e.V.

Mit der „Ehrenurkunde des Seniorenrates des Landes Brandenburg e.V.“ können Einzelpersonen und Gruppen ausgezeichnet werden, die hervorragende ehrenamtliche Seniorenarbeit im Land Brandenburg leisten. Auszeichnender ist der Seniorenrat des Landes Brandenburg e.V.

Vorschlagsberechtigt sind die Mitglieder des Vorstandes des SRLB e.V., die Vorsitzenden der Seniorenbeiräte der Landkreise und kreisfreien Städte sowie die Institutionen, Wohlfahrtsverbände und Vereinigungen, die Mitglied im SRLB e.V. sind. Staatlichen Stellen und Kommunen können in Übereinstimmung mit dem örtlichen Seniorenbeirat Vorschläge unterbreiten. Jährlich werden maximal 11 Ehrenurkunden verliehen, eine davon an eine Gruppe.

Die Verleihung der „Ehrenurkunde des SRLB e.V.“ erfolgt anlässlich des „Tages der ehrenamtlichen Seniorenarbeit“ zur Eröffnung der Brandenburgischen Seniorenwoche.


Auf der Eröffnungsveranstaltung der 26. Brandenburgischen Seniorenwoche am 15. Juni 2019 in Wittstock/Dosse überreichten der  Ministerpräsident Herr Dr. Dietmar Woidke, der Bürgermeister der Stadt Wittstock Herr Gehrmann und der Vorsitzende des Seniorenrates des Landes Brandenburg Herr Wolfgang Puschmann an zehn Seniorinnen und Senioren sowie eine Gruppe die Ehrenurkunden.

2019 wurden ausgezeichnet:

Herr Dieter Korn, aus Bernau

Herr Dieter Korn ist seit 2002 ein besonders aktives Mitglied im Vorstand des Brandenburgischen Seniorenverbandes Bernau.  Besondere Verdienste hat er sich bei der Gestaltung der Öffentlichkeitsarbeit in seinem Verband erworben. Durch die Internetpräsentationen informierte er wirkungsvoll über die Verbandsarbeit und half somit, dass viele Bernauer Senioren zum Verband fanden. Umsichtig und vielseitig interessiert trug er wesentlich dazu bei, den Verband zu einem wichtigen Faktor im gesellschaftlichen Leben der Stadt Bernau zu entwickeln und über den Rahmen des Kreises hinaus auszustrahlen.

Frau Antje Kircheis, aus Rüdersdorf

Seit vielen Jahren engagiert sich Frau Kircheisehrenamtlich in der lokalen und regionalen Seniorenarbeit und leistet dabei einen unverzichtbaren Beitrag. Seit über 20 Jahren ist sie ein aktives Mitglied im Seniorenbeirat der Gemeinde Rüdersdorf bei Berlin, deren Vorsitz sie seit 1999 innehat. Im Laufe ihrer Seniorenarbeit hat sie vielseitige Projekte begleitet, organsiert und entwickelt, die maßgeblich zur gesellschaftlichen Teilhabe der Senioren und Seniorinnen in der Region beigetragen haben. Zum Beispiel wurde durch ihre Initiative die Arbeit des Seniorenbeirates ein fester Bestandteil des Gemeindeorgans, der zu dem auch ein Rederecht in der Gemeindevertretersammlung erhielt und in allen Fachausschüssen mit sachkundigen Einwohnern vertreten ist. Zu den unzähligen Verdiensten von Frau Kircheis gehört insbesondere auch ihr unermüdliches Engagement um das Wohn-Projekt in der Schulstraße 8 in Rüdersdorf, dessen Initiatorin sie ist. Heute ist das „Haus am Kalkgraben“ ein Vorzeigeprojekt für seniorenfreundliches .Wohnen im gesamten Land Brandenburg. Darüber hinaus organisiert sie viele Veranstaltungen in der Gemeinde Rüdersdorf. So zum Beispiel als federführende Organisation der jährlichen Brandenburgischen Seniorenwoche in der Gemeinde Rüdersdorf und der traditionellen Gesprächsrunde der Selbsthilfegruppen im Rahmen der Rüdersdorfer Gesundheitstage.

Frau Herta thor Straten, aus Strausberg

Herta thor Straten engagiert sich seit vielen Jahren aktiv in der Seniorenarbeit in unserer Region. Die Erfahrungen, die sie seit fast 2 Jahrzehnten in der Arbeit des SRLB und seines Vorstandes gemacht hat, helfen ihr bei der Führung der Kreisseniorenbeirates Märkisch-Oderland und bei der Unterstützung des Seniorenbeirates Strausberg. Die konkrete Umsetzung der Aufgaben aus den Leitlinien der Seniorenpolitik des Kreises nimmt sie sehr ernst. Sie vertritt tatkräftig die Interessen der älteren Bürger und äu0ert sich öffentlich zu deren Anliegen.

Bei der Lösung von Problemen arbeitet sie eng mit den verantwortlichen der Kreisverwaltung und den Abgeordneten des Kreistages zusammen. Ebenso gibt es einen regelmäßigen Erfahrungsaustausch mit den Amtsdirektoren und den Bürgermeistern der amtsfreien Städte und Gemeinden.

Herr Manfred Klencz, aus Kleinmachnow

Her Manfred Klencz ist nach seinem Eintritt in den Ruhestand gesellschaftlich sehr aktiv. Sein Herz schlägt seit dieser Zeit intensiv für die Betreuung der Senioren und Seniorinnen. Seine vielen guten Ideen, seine Kreativität und sein unermüdliches Engagement sind eine große Bereicherung für die gemeinsame Arbeit. Manfred Klencz war schon aktiv bei der Gründung des Seniorenverbandes Brandenburg,  den er etliche Jahre erfolgreich leitete und mit ihm das Seniorenleben in Kleinmachnow bereicherte. Im August 2007 war er Mitbegründer des Seniorenbeirates in Kleinmachnow, in dem er die Aufgabe des Schatzmeisters übernahm. Besonders einsatzbereit ist er auch im Seniorenbeirat seines Kreises.

Frau Ulrike Müldner, aus Ludwigsfelde

Frau Ulrike Müldner hat in ihrer Tätigkeit für die Akademie 2. Lebenshälfte sehr erfolgreich für die Senioren und Seniorinnen der Stadt Kontaktstellen aufgebaut, in denen sich seither ein vielfältiges kreatives Seniorenleben entwickeln konnte und von allen sehr dankbar angenommen wird. Seit 2010 engagiert sie sich erfolgreich im Seniorenbeirat der Stadt und arbeitet eng mit den Gremien der Stadt und des Landkreises zusammen, um die Anliegen der Senioren aktiv zu vertreten. Es gelingt Frau Müldner besonders gut, durch gezielte und durchdachte Reisetätigkeit den Senioren und Seniorinnen Wissenswertes und Interessantes aus der Kultur oder der Geschichte nahezubringen und allen Beteiligten zu begeistern.

Herr Diether Pickel, aus Meyenburg

Herr Diether Pickel ist seit vielen Jahren Vorsitzender des Seniorenbeirates der Stadt Meyenburg. Er konnte seine Arbeit durch Weitsichtige Planung und geschickte Organisation erfolgreich gestalten. Die Seniorenwochen in Meyenburg und in den umliegenden Gemeinden wurden seine Initiativen zu besonderen Erlebnissen und Höhepunkten. Als Mitglied des Kreisseniorenrat Prignitz versieht er umsichtig die Aufgaben des Schatzmeisters und fungiert derzeit auch als Stellvertreter und engagiert sich bei der Einarbeitung des neuen Vorstandes.

Frau Christine Harbers, aus Cottbus

Seit dem Jahr 2009 ist Frau Harbers im Seniorenrat des Landes Brandenburg tätig und agierte dort bis März 2019 auch als Vorstandsmitglied. Ganz aktiv unterstützt sie in diesem Gremium die Arbeitsgruppe „Pflege“ und vertritt im Besonderen die Belange der Caritas. 2018 war Frau Harbers maßgebend an der Vorbereitung und Durchführung der Regionalkonferenz der Caritas im Raum Cottbus/Spree-Neiße beteiligt. Dem Seniorenbeirat der Stadt Cottbus trat Frau Harbers auch im Jahr 2009 bei. Hier engagiert sie sich besonders in der Arbeitsgruppe „Begegnungsstätten/Kultur“.

Durch ihre Umsichtigkeit ist sie eine hervorragende Stütze bei der Erfüllung der satzungsmäßigen Aufgaben. Sie bereichert die Arbeit des Seniorenbeirates durch ihre zielführenden Vorschläge, Hinweise und Informationen.

Frau Magarete Jur, aus Frankfurt (Oder)

Frau Magarete Jur arbeitet sehr aktiv im Seniorenbeirat der Stadt Frankfurt (Oder). Sie ist ein langjähriges Mitglied der Seniorengruppe der katholischen Gemeinde ihrer Stadt und wirkt hier besonders für die Unterstützung von älteren und behinderten Menschen. Für den Seniorenbeirat hat sie sich Wissen und Fähigkeiten auf dem Gebiet der  Nutzung von technischen Alltagshilfen für behinderte und ältere Menschen angeeignet. Bei vielen Anlässen und über mehrere Jahre, so bei der im Rahmen der Seniorenwoche durchgeführten Veranstaltung „Helfende Hände“ und bei der Veranstaltungsreihe für Senioren und Seniorinnen „Wir sind eine große Familie“, hat sie einen Beratungsstand mit Hilfsmitten und Geräten betreut und Besuchern der Veranstaltungen Aufbau, Wirkungsweise und praktische Nutzung erläutert. Mit dieser Tätigkeit leistet Frau Jur einen wichtigen Beitrag zur Erhaltung der Selbstständigkeit  und Alltagskompetenz von älteren Menschen.

 

Frau Dagmar Meyer, aus Brandenburg aus der Havel

Frau Meyer engagiert sich seit vielen Jahren ehrenamtlich in der Stadt Brandenburg an der Havel. Ihr besonderes Interesse galt vor allem den älteren Menschen, die in der Stadt leben. Deshalb hat sich seit mehreren Jahren mit  Gleichgesinnten im „Beirat für Seniorinnen und Senioren der Stadt Brandenburg an der Havel“ für die Interessen dieser Menschen mit ganzer Kraft und viel Engagement eingesetzt. Mit ihrer bescheidenen . Mit ihrer bescheidenen und offenen Art, ihrer Kompetenz und ihrer großen Hilfsbereitschaft ist sie ein großes Vorbild für ihre Mitstreiter. Sie hat dazu beigetragen, dass viele Anliegen, Fragen und Probleme der älteren Generation, die an den Beirat herangetragen wurden, bearbeitet und einer Lösung zugeführt wurden. Ihre besondere Aufmerksamkeit widmet sie Fragen der Sicherheit für ältere Menschen in ihrer ganzen Brandbreite. Sie trägt beharrlich dazu bei, Rahmenbedingungen zu schaffen sie eine aktive und andauernde Teilhabe von Seniorinnen und Senioren am sozialen wirtschaftlichen, kulturellen und bürgerschaftlichen Leben in der Stadt zu ermöglichen. Mit ihrer ganzen Persönlichkeit setzt sie sich dafür ein, diesen Prozess voran zu treiben.

Frau Brunhilde Lemcke, 1936, aus Wittstock/Dosse

Für Frau Brunhilde Lemcke ist es sei vielen Jahren eine Selbstverständlichkeit, Verantwortung für andere Menschen, für Bedürftige zu übernehmen. Sie lebt aktive Nachbarschaftshilfe. Seit 6 Jahren betreut und umsorgt sie Nachbarin mehrmals täglich. Sie kümmert sich um ihr körperliches Wohlbefinden und sorgt auch dafür das die 97jährige Nachbarin Gesellschaft hat, Neues aus der Stadt und dem Land erfährt, sich zum aktuellen gesellschaftlichen Leben austauschen kann. Frau Lemcke ist ein besonderes Vorbild und zeigt, wie wichtig es ist, Verantwortung für andere Menschen zu übernehmen.

Vorstand der Seniorengruppe 5 der Volksolidarität, aus Bad Liebenwerda

Gisela Schmidt, Ursula Mahlo, Bettina Schlegel, Annemarie Manig, Helga Klingsporn und Gudrun Horn bilden den Vorstand der Seniorengruppe 5 der Volkssolidarität in Bad Liebenwerda. Durch ihre überzeugende Arbeit in den letzten 12 Jahren konnten sie als Vorstand wesentlich dazu beitragen, die Mitgliederzahl ihrer Gruppe mehr als zu verdoppeln. Sie verstehen es, einsamen und hilfebedürftigen Seniorinnen und Senioren neue Perspektiven zu zeigen und ihren Lebensmut zu wecken. Unter dem Motto „“Miteinander-Füreinander“ verleben die älteren Bürger schöne gemeinsame Stunden, fühlen sich wohl und haben in ihrem Vorstand, für ihre Anliegen immer einen Ansprechpartner, der ihnen hilft. Viele Höhepunkte und langjährige traditionelle Veranstaltungen, besonders den Seniorenwochen beleben das Verbandsleben. Bildungsveranstaltungen aber auch Fahrten in die Umgebung bereichern das Leben in der Gruppe und helfen zusammenzuwachsen, Freundschaften zu knüpfen und den Alltag interessant zu gestalten.


siehe auch: 06.06.2015 –  Verleihung der Ehrenurkunde des SRLB

Veltener Teller

Der „Veltener Ehrenteller“ wird seit 1995 auf Vorschlag des Seniorenrates des Landes Brandenburg e.V. durch die Ministerin für Arbeit und Soziales überreicht. Er wurde damals eigens für diesen Anlass von der Künstlerin Hedwig Bollhagen entworfen. Mit dem „Veltener Ehrenteller“ werden Einzelpersonen ausgezeichnet, die sich in außerordentlicher und langjähriger Weise um die Seniorenarbeit im Land Brandenburg verdient gemacht haben. Die Verleihung findet jedes Jahr im Dezember zum „Internationalen Tag des Ehrenamtes“ statt.

Sozialministerin Nonnemacher würdigt mit „Veltener Teller zehn engagierte Seniorinnen und Senioren

Gruppenfoto mit Ministerin Nonnemacher und den 10 ausgezeichneten Seniorinnen und Senioren
Gruppenfoto mit Ministerin Nonnemacher und den 10 ausgezeichneten Seniorinnen und Senioren

Zum 25. Mal sind Brandenburger Seniorinnen und Senioren für besondere Verdienste im Ehrenamt mit dem „Veltener Teller“ ausgezeichnet worden. Sozialministerin Ursula Nonnemacher überreichte am Freitag, den 13.12.2019 in Potsdam zehn Ehrenteller gemeinsam mit dem Vorsitzenden des Seniorenrates des Landes Brandenburg, Wolfgang Puschmann.

Ministerin Nonnemacher sagte bei der feierlichen Verleihung: „Die Preisträgerinnen und Preisträger engagieren sich vorbildlich bis ins hohe Alter für andere Menschen. Dieses Engagement ist von unschätzbarem Wert für die ganze Gesellschaft. Alle Generationen profitieren vom Wissen und von den Erfahrungen der Älteren. Wir brauchen die Hilfe der Seniorinnen und Senioren in vielen verschiedenen Lebensbereichen. Ohne sie würde vieles einfach nicht laufen. Sei es in der Nachbarschaft, in Vereinen und Verbänden oder in der Kommunalpolitik. Die heutigen Preisträgerinnen und Preisträger erhalten diese besondere Auszeichnung auch stellvertretend für die vielen anderen älteren Menschen in unserem Land, die als aktive Bürgerinnen und Bürger am gesellschaftlichen Leben teilhaben, mitentscheiden und mitbestimmen wollen. Einen ‚Ruhestand‘ im klassischen Sinne kennen sie nicht. Und das ist gut so.“

Eine Klammer verbindet alle Preisträgerinnen und Preisträger: die Arbeit in den unterschiedlichsten Seniorenbeiräten. Die Auszuzeichnenden werden jedes Jahr von den Kreisseniorenbeiräten vorgeschlagen. Seit 1995 sind bereits 257 Seniorinnen und Senioren mit dem Preis ausgezeichnet worden. Die Tradition geht auf Regine Hildebrandt, Brandenburgs erste Sozialministerin, zurück. Der „Veltener Teller“ hat die Form einer Schale mit Fuß. Die Keramik wurde einst in der Werkstatt von Hedwig Bollhagen in Velten (Oberhavel) entworfen. Daher stammt auch der Name. Finanziert werden die Teller durch das Sozialministerium aus Lottomitteln.

In Brandenburg leben über 598.000 Menschen, die älter als 65 Jahre sind. Das sind rund 24 Prozent der Gesamtbevölkerung. Laut der aktuellen Bevölkerungsprognose wird die Zahl der über 65-Jährigen bis zum Jahr 2040 auf über 800.000 steigen. Damit würde ihr Anteil an der Gesamtbevölkerung 37 Prozent betragen.

Den „Veltener Teller 2019“ erhielten heute:

Manfred Bellin (Michendorf, Potsdam-Mittelmark): Er ist nach der ersten freien Wahl im Mai 1990 als Gemeindevertreter und später als Ortsvorsteher für den Ortsteil Wildenbruch der Gemeinde Michendorf gewählt worden. Seine aktive Laufbahn als Kommunalpolitiker hat er im Mai 2019 beendet. Anfang 2000, als das Gemeindezentrum im Ortsteil Wildenbruch fertiggestellt wurde, machte Herr Bellin die Seniorenbetreuung zu „seiner Chefsache“. So wurde und wird eine Vielzahl von Veranstaltungen von ihm vorbereitet und in seiner Verantwortung durchgeführt. Als Vorsitzender des Fastnachtclubs und als Mitglied im Singeclub machte er sich auch auf kulturellem Gebiet verdient.

Lore Bertz (Landeshauptstadt Potsdam): Sie trat 1995 dem Seniorenbeirat der Landeshauptstadt Potsdam bei. Seit dieser Zeit arbeitet sie im Vorstand und ist seit 2004 stellvertretende Vorsitzende. Frau Bertz leitet mit großem Engagement die Arbeitsgruppe „Wohnen im Alter“. 14-tägig führt sie Sprechstunden für ratsuchende Seniorinnen und Senioren und deren Angehörige durch. Sie berät über mögliche Wohnformen in der Landeshauptstadt Potsdam, hilft bei Entscheidungsfindungen für die gewünschte Wohnform und gibt Hinweise auf Finanzierungshilfen von Sozialleistungsträgern. Regelmäßig führt sie Gespräche mit den Verantwortlichen der Stadtverwaltung oder mit Wohnungsgesellschaften und Wohnungsgenossenschaften, um sie für die Durchsetzung der Interessen der älteren Bevölkerung zu gewinnen. Aktuell setzt sich die von ihr geleitete AG „Wohnen im Alter“ für den Bau eines größeren Projektes für Servicewohnen für ältere Menschen ein.

Heinz Golze (Rathenow, Havelland): Er engagiert sich seit vielen Jahren in der ehrenamtlichen Seniorenarbeit. Sei es im Seniorenrat der Stadt Rathenow, im Kreisseniorenbeirat Havelland oder im Seniorenrat des Landes Brandenburg. Herr Golze hinterfragt kommunalpolitische Prozesse, bezieht die Meinung der älteren Generation in die Meinungsfindung ein und kämpft um Lösungen. Sein Ziel ist es, die politische Verantwortung der Seniorinnen und Senioren zu stärken. So setzte er sich für die Gründung weiterer Seniorenräte im Havelland ein. So initiierte er den 1. Havelländischen Kreisseniorentag im Dezember 2016 unter dem Motto „Gut Älterwerden im vertrauten Wohnumfeld“. Herr Golze setze sich darüber hinaus für die Qualifizierung der Seniorenräte ein.

Georg Graf (Schönwalde, Dahme-Spreewald): Er hat in den vergangenen 29 Jahren ein außerordentliches ehrenamtliches und soziales Engagement geleistet. In der Wendezeit war Herr Graf von 1990-1992 Bürgermeister und Vorsitzender der damaligen Verwaltungsgemeinschaft seines Heimatortes Schönwalde. Seit der Gründung des Amtsseniorenbeirates „Unterspreewald“ im Jahr 1995 bis heute ist Herr Graf ehrenamtlicher Vorsitzender. In unermüdlichem Einsatz wurde der Seniorenbeirat von ihm gemeinsam mit den aktiven Seniorinnen und Senioren in den 14 Ortsteilen aufgebaut. Auch bei der Bildung eines gemeinsamen Amtes engagierte er sich sehr für das Zusammenwachsen des Seniorenbeirates. Gemeinsam werden traditionelle Höhepunkte wie die Brandenburgische Seniorenwoche, Frühlings- und Herbstfeste, Seniorenfahrten, Verkehrsteilnehmerschulungen, Fachvorträge zu seniorenpolitischen Themen und die Patenschaften mit Partnergemeinden gepflegt. Als langjähriges Mitglied des Kreisseniorenbeirates prägte Herr Graf fast zwei Jahrzehnte die Seniorenpolitik des Landkreises Dahme-Spreewald. Er war maßgebend an der ersten Auflage der seniorenpolitischen Leitlinien und deren Beschlussfassung durch den Kreistag im Dezember 2006 beteiligt. Der Aufbau von Seniorengenossenschaften liegt ihm besonders am Herzen.

Hans Hoffmann (Erkner, Oder-Spree): Er engagierte sich seit Juli 1990 bis zum Sommer 2018 u. a. als Vorsitzender der Ortsgruppe der AWO in Erkner. Er war aktives Mitglied im Kreisseniorenbeirat Oder-Spree, Ehrenvorsitzender des Erkneraner Rad-Clubs und über 20 Jahre Vorsitzender des Seniorenbeirates der Stadt Erkner. Hervorzuheben ist sein großer Einsatz für den Heimatverein Erkner, bei dessen jährlichem Festumzug er eine tragende Rolle spielt. Aus seiner Feder stammt auch das Erkneraner Heft über das „Bürgerliche Engagement des Klempnermeisters Spindler in Erkner in den Jahren 1875 – 1922“. Bei der Mitarbeit im Seniorenbeirat des Landkreises Oder-Spree zeigte Herr Hoffmann in seiner Funktion als stellvertretender Vorsitzender regelmäßig Ideenreichtum.

Doris Klein (Bernau, Barnim): Sie gehörte zu den Gründungsmitgliedern des Bundes der Ruhestandsbeamten, Rentner und Hinterbliebenen im Ortsverband Bernau, der sich später in Brandenburgischer Seniorenverband e.V. umbenannte. Von Anbeginn wirkte sie im Vorstand des Brandenburgischen Seniorenverbandes aktiv mit. Im Vordergrund ihrer Arbeit stand die Gewinnung weiterer Mitglieder, die Gestaltung des kulturellen Lebens und das Reisen. Dafür rief sie die AG „Kultur-Reisen“ ins Leben, die bis heute die vielfältigen Interessen im Verband organisiert. Jährlich finden mindestens drei Ausflüge statt. Das sind Mehrtages- und Tagesfahrten zum Kennenlernen der Heimat, aber auch Ausflüge in andere Länder. Ihre Vorschläge für Informationsvorträge zu Themen, die die Mitglieder interessieren, finden im Vorstand immer Zustimmung. Mit der AG werden das Sommerfest und die Weihnachtsfeier inhaltlich ausgerichtet. Als Mitglied der Volkssolidarität hat Frau Klein starken Anteil am Fortbestand des Ortsverbandes Bernau im Brandenburgischen Seniorenverband. Im neu gegründeten Seniorenverein „Mobilität e.V.“ setzt sie sich als Vorstandsmitglied für ein vielseitiges Vereinsleben ein. Frau Klein gestaltet die Chronik des Vereins und schreibt Artikel für die örtliche Presse und im Internet.

Horst Leder (Rangsdorf, Teltow-Fläming): Seit 2005 ist er ehrenamtlicher Vorsitzender des Senioren- und Behindertenbeirates Rangsdorf. Er setzte sich vom ersten Tag seiner ehrenamtlichen Tätigkeit aktiv für die Sorgen und Belange der Seniorinnen und Senioren und der Menschen mit Behinderung ein. Zugute kamen ihm dabei seine Erfahrungen als Behinderten- und Seniorenbeauftragter der Gemeinde Rangsdorf. Herr Leder initiierte immer wieder interessante Fahrten und Feiern. Sie sind bei den Seniorinnen und Senioren sehr beliebt. Seit 2005 ist er Mitglied im Seniorenbeirat des Landkreises Teltow-Fläming. Von 2006 bis 2019 war er auch dessen Vorsitzender und damit gleichzeitig Mitglied im Seniorenrat des Landes Brandenburg. Dort war er mehrere Jahre Redakteur des Mitteilungsblattes „Wissen und Erfahrung“. Auch neben der Beiratsarbeit ist Herr Leder aktiv. So trägt er als Ombudsperson zu einer aktiven Verbindung der Bewohnerinnen und Bewohner der DRK-Wohnstätte „Haus Licht Blick“ mit der Nachbarschaft und mit der Gemeinde Rangsdorf bei. Darüber hinaus ist er Mitglied im Bewohnerschaftsrat der Seniorenresidenz Rangsdorf. Herr Leder ist Vorbild und Ansporn für die ehrenamtlich tätigen Mitglieder des Senioren- und Behindertenbeirates.

Walter Pösz (Forst (Lausitz), Spree-Neiße): Er ist seit 1998 Mitglied der Volkssolidarität Spree-Neiße in der Region Forst/Lausitz. Während dieser Zeit erwarb er sich durch sein überaus hohes Organisationstalent nicht nur in seiner Ortsgruppe, sondern auch darüber hinaus die Achtung und Anerkennung vieler Mitglieder. Seit 2014 leitet Herr Pösz eine der mitgliederstärksten Ortsgruppen der Volkssolidarität im Spree-Neiße-Kreis. Neben dieser ehrenamtlichen Tätigkeit ist Herr Pösz im Forster Seniorenbeirat und in der Ortsgruppe der Verkehrswacht tätig. Im Seniorenbeirat der Stadt Forst engagiert er sich vor allem bei der Vorbereitung und Durchführung von Veranstaltungen im Rahmen der Seniorenwoche wie Sportveranstaltungen oder Begegnungen zwischen polnischen und deutschen Seniorinnen und Senioren.

Karin Schwander (Lebus, Märkisch-Oderland): Seit 1993 ist sie Mitglied des Kreisseniorenbeirates Märkisch-Oderland. Kritisch, aber immer sachlich hilft sie, brennende Fragen für die Beiratsarbeit aufzugreifen und nicht aus den Augen zu verlieren. Sie belebt durch ihre Aktivitäten den Amtsseniorenbeirat in Lebus seit 26 Jahren. Auf Grund ihrer guten Kenntnis der Situation der Senioren vor Ort hat sie wichtige Beiträge in den Arbeitsgruppen des Beirates geleistet. Besonders verdient macht sie sich seit vielen Jahren um die Gestaltung der Seniorenwoche. Frau Schwander ist seit Jahrzehnten in der Volkssolidarität aktiv und leitet die Gruppe in Podelzig. Mit großer Verantwortung und Ideenreichtum organisiert sie Veranstaltungen und gibt Hilfe zur Selbsthilfe. Auch als Gemeindevertreterin genießt sie das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger.

Renate Watzlaw (Frankfurt (Oder): Sie ist seit 2006 Mitglied des Seniorenbeirates der Stadt Frankfurt (Oder) und langjähriges Mitglied des Vorstandes. In dieser Eigenschaft ist die besonders tätig für die Fragen der Pflege, setzt sich aber insbesondere für die Zusammenarbeit mit den Seniorenorganisationen der Städte Slubice und Repzin in Polen ein. Aktuell wirkt sie auch im Organisationsteam der deutsch-polnischen Begegnungsstätte Citytreff in Frankfurt (Oder) bei der Vorbereitung und Durchführung von Veranstaltungen mit. Frau Watzlaw ist in der Senioren- und Frauengruppe des Mehrgenerationenhauses Mikado aktiv tätig. Hervorzuheben ist auch ihr Wirken in der deutsch-polnischen Seniorenakademie und in der Seniorengruppe des Arbeiter-Samariter-Bundes. All die vielen gesellschaftlichen Aufgaben nimmt sie trotz erheblicher gesundheitlicher Belastungen wahr.


Sozialministerin Karawanskij würdigt mit „Veltener Teller zehn engagierte Seniorinnen und Senioren

Zehn Seniorinnen und Senioren sind am 30. November 2018 in Potsdam für ihr außerordentliches ehrenamtliches Engagement mit dem „Veltener Teller“ ausgezeichnet worden. Sozialministerin Susanna Karawanskij überreichte die Ehrenteller gemeinsam mit dem Vorsitzenden des Seniorenrates des Landes Brandenburg, Wolfgang Puschmann.

Pressemitteilung des MASGF 191/2018


Rückblick:

Sozialministerin Golze würdigt mit „Veltener Teller zehn engagierte Seniorinnen und Senioren

(Pressemitteilung des MASGF 193/2015 vom 10.12.2015)

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„Veltener Teller“ für zehn engagierte Seniorinnen und Senioren

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8.12.2014 – Für ihr vorbildliches ehrenamtliches Engagement haben heute zehn Seniorinnen und Senioren den „Veltener Teller“ erhalten. Sozialministerin Diana Golze überreichte die Ehrenteller gemeinsam mit der Vorsitzenden des Landesseniorenrates, Sieglinde Heppener, in Potsdam. Golze sagte: „Es ist ein großes Glück, dass sich so viele Ältere für ihre Mitmenschen einsetzen und ehrenamtlich engagieren. Gerade in einer älterwerdenden Gesellschaft ist das ehrenamtliche Engagement von Seniorinnen und Senioren in vielen verschiedenen Lebensbereichen ein wertvolles Potential.“

Der „Veltener Teller“ wurde zum 20. Mal für besondere Verdienste im Ehrenamt vergeben. Die Tradition geht auf Regine Hildebrandt, Brandenburgs erste Sozialministerin, zurück. Auf ihre Anregung hin wurde er 1995 in der Werkstatt von Hedwig Bollhagen entworfen. Seitdem wurden – mit der heutigen Würdigung – insgesamt 207 Seniorinnen und Senioren mit ihm geehrt. Die Verleihung findet jedes Jahr im Dezember zum „Internationalen Tag des Ehrenamtes“ (5. Dezember) statt.

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