16. Brandenburgische Seniorenwoche
14. Juni -21. Juni 2009
“Sozial gesichert, aktiv leben – für alle Generationen”
Die offizielle Eröffnungsveranstaltung zur 16. Brandenburgischen Seniorenwoche
findet am Samstag, dem 13. Juni 2009 im Kultur- und Kongresszentrum “Pfarrkirche”
in der Fontanestadt Neuruppin statt.
Mit einem Festakt in Gegenwart von Ministerpräsident Matthias Platzeck, der auch in diesem Jahr wieder Schirmherr der Brandenburgischen Seniorenwoche ist, wird die 16. Brandenburgische Seniorenwoche um 11.00 Uhr eröffnet.
Im Rahmen der feierlichen Veranstaltung überreicht Matthias Platzeck wieder zehn engagierten Seniorinnen und Senioren für ihr ehrenamtliches Engagement die Ehrenurkunde des Seniroenrates des Landes Brandenburg .
Musikalisch umrahmt wird die Feier mit Darbietungen des Märkischen Jugendchores und der Kreismusikschule.
Ein anschließendes Rahmenprogramm bietet die Gelegenheit, ” die Schönheiten, Traditionen, Geheimnisse und Anekdoten” der Stadt bei einer Stadtführung zu ergründen. Oder aber dier wunderbare Landschaft bei einer Rundfahrt an Bord eines Fahrgastschiffes auf dem Ruppiner See zu genießen.
Spendenaufruf des Seniorenrates des Landes Brandenburg zur 16. Brandenburgischen Seniorenwoche
Senioren bauen mit am „Haus Brandenburg“ in Gomel (Weißrussland)
21 Jahre nach der schrecklichen Reaktorkatastrophe von Tschernobyl ist noch immer Hilfe für Menschen dieser geplagten Region nötig. Besonders die schwergeschädigten Waisen benötigen dringend unseren Beistand. Sie sind die Schwächsten, sie können sich nicht selbst helfen.
So ist es dort noch heute gängige Praxis, dass behinderte jugendliche Waisen mit 21 Jahren aus Kindereinrichtungen in Altenheime eingewiesen werden, ohne eine weitere Förderung zu erfahren. Das muss sich ändern. Der Seniorenrat des Landes Brandenburg möchte die Caritas in Gomel, der zweitgrößten Stadt des Landes ( 60 km von Tschernobyl), beim Bau des ersten Behindertendorfes unterstützen. Es soll Vorbild für eine menschenwürdige Unterbringung von Waisen mit Behinderung in diesem Land werden.
Die Hälfte der Bausubstanz ist rohbaufertig. Es kann nur gebaut werden, wenn die benötigten Finanzen vor Ort sind. Das Projekt entwarf Peter Wurm, (Linz, Österreich). Viele Menschen, besonders aus Deutschland, Italien und Österreich, unterstützen diese Einrichtung. Mehr als eine Million Euro wurde bereits verbaut. Es entstehen unter anderem fünf Wohnheime, ein Haus für Erzieher, ein Wirtschaftsgebäude mit Küche, Speiseräume, Werkstätten, eine Wäscherei, eine spezielle Werkstatt für Behinderte sowie ein Haus für eine Tagespflege.
In Brandenburg/Havel hat sich eine Inititativgruppe ( www.kerstinhuch.de ) zur Unterstützung dieses Vorhabens gebildet. 60 000 € wurden bereits für eines der Kinderhäuser, welches nach dem Willen der Bauherren „Haus Brandenburg“ heißen soll, überwiesen.
Der Seniorenrat des Landes Brandenburg bittet alle Teilnehmer an den
Veranstaltungen der Seniorenwoche dieses Projekt mit Geldspenden zu unterstützen
40 000 € fehlen noch für das Die benötigte Sanitärkeramik
„Haus Brandenburg“ aus Italien ist bereits vor Ort
Spenden können auf folgende Konten eingezahlt werden:
Bundesverband der Volkssolidarität Katholische Kirchengemeinde BRB
Konto Nr. 806 79 61, BLZ 160 62 073 Konto Nr. 800, BLZ 100 205 00
Bank für Sozialwirtschaft Brandenburger Bank
Verwendungszweck: „Behindertendorf Gomel“
Auch Behinderte sehnen sich nach einem zu Hause
Konzeption der 16. Brandenburgischen Seniorenwoche (BSW)
Die 16. BSW findet in der Zeit vom 14. Juni – 21. Juni 2009 statt.
Unter dem Motto:
„Sozial gesichert, aktiv leben – für alle Generationen“
wollen die Seniorinnen und Senioren des Landes Brandenburg die Seniorenwoche zu einem weiteren Höhepunkt ihrer Arbeit gestalten.
Die Landesregierung hat Leitlinien ihrer Seniorenpolitik „Alt werden im Land Brandenburg“ beschlossen, in den Städten und Kreisen beginnt deren Durchsetzung. Die Seniorinnen und Senioren werden ihre Aktivitäten für und mit den anderen Generationen des Landes Brandenburg zu unser aller Wohl verstärken. Damit nehmen wir an der politischen Entwicklung im Land und in den Kommunen aktiven Anteil. Die Seniorenpolitik ist Teil des Prozesses, mit dem der demographischen Entwicklung und dem wachsenden Anteil älterer und alter Menschen im Land Brandenburg immer mehr Rechnung getragen wird. Weil die demografische Entwicklung sowohl auf Veränderungen in der älteren als auch in der jüngeren Generation verweist wollen wir unseren Beitrag auch für eine lebenswerte Zukunft der Jüngeren leisten und die Zusammenarbeit mit den Interessengruppen für Familie, mit der Jugend und den Schulen verstärkt fortsetzen.
Wir können auf gute Erfahrungen in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen zurückblicken und an diese anknüpfen.
Wir setzen uns ein
- das solidarische Zusammenleben und die gegenseitige Förderung und Achtung der Generationen in den Familien und in der Gesellschaft; für gemeinsame Aktivitäten, gegenseitiges Verständnis und Toleranz ohne Diskriminierung der Generationen.
- die Akzeptanz eines differenzierten Altersbildes in unserer Gesellschaft, die Anerkennung der Lebensleistung der Seniorinnen und Senioren und die Achtung ihrer Lebenserfahrung. Dazu zählen auch die Weiterbildung und lebenslanges Lernen auch unter Beteiligung mit Kindern und Jugendlichen.
- Sicherheit und Ordnung im täglichen Leben sowie den Schutz vor Kriminalität; und
- ein klares Bekenntnis gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit, für ein verständnisvolles und solidarisches Zusammenleben.
- die gesundheitliche Prävention und eine angemessene medizinische Betreuung und Pflege. Wir befürworten und unterstützen die Schaffung von Ärztehäusern und den Einsatz von Gemeindeschwestern vorrangig in ländlichen Gebieten sowie gleiche Zugangsbedingungen in der gesundheitlichen Versorgung für alle Menschen.;
- altersgerechten, bezahlbaren Wohnraum in einem seniorengerechten Wohnumfeld, der ein selbständiges und selbstbestimmtes Wohnen der Senioren ermöglicht;
- einen bedarfsgerechten Nahverkehr, der dem Wunsch nach Mobilität und die Teilnahme
am gesellschaftlichen und kulturellen Leben auch in den ländlichen Räumen ermöglicht;
- die Förderung der ehrenamtlichen Arbeit von Seniorinnen und Senioren, ihre Würdigung
und Anerkennung, eine kostenlose Weiterbildung und Erstattung der den ehrenamtlich Tätigen entstandenen Kosten;
- die Verhinderung der Altersarmut und die Anpassung des Rentenwertes-Ost an den Rentenwert-West.
- die Pflege freundschaftlicher Beziehungen zu unseren polnischen Nachbarn, Austausch der jeweiligen Erfahrungen auf sozialem und kulturellem Gebiet.
Gestaltung der Seniorenwoche
Die politischen, kulturellen, bildenden und geselligen Veranstaltungen werden die Vielfalt des Lebens von Seniorinnen und Senioren und des Zusammenhalts der Generationen auf hohem Niveau zum Ausdruck bringen.
Schwerpunkte:
- Auf Landes- und kommunaler Ebene tätige Politiker, insbesondere Verantwortliche für die Bildungs- und Erziehungsarbeit sollen in die Vorbereitung und Aktivitäten einbezogen werden.
- Neue Projekte der Zusammenarbeit mit anderen Generationen sollen entstehen, die Erfahrungen unserer Mitgliederverbände genutzt werden.
- Besondere Bedeutung kommt der Familienpolitik zu, in der Senioren eine gleichberechtigte Rolle spielen.
- Gespräche mit Politikern, Vertretern der Wohnungswirtschaft, Ärzten, der Polizei, Vertretern
der Wohlfahrtsverbände, der Krankenkassen und der örtlichen Wirtschaft sollen Ereichtes und Defizite aufzeigen, um Veränderungen einleiten zu können.
- Begegnungszentren sollen sich zu Orten gemeinsamer Aktivitäten entwickeln.
- Im Prozess der Vorbereitung und Gestaltung von Veranstaltungen sollen Senioren und Kinder und Jugendliche gemeinsam tätig werden, um durch diesen Prozess längerwirkende Beziehungen herzustellen.
- Die Arbeit mit Zeitzeugen ist neu zu durchdenken.
- Gespräche in den Seniorenheimen über die Mitwirkung von Ehrenamtlern und die Gestaltung der Beziehungen zwischen Heimbewohnern mit Kindern und Jugendlichen in den Heimen werden angestrebt.
- Sportliche Veranstaltungen und Wettkämpfe auch unter Beteiligung von Kindern und Jugendlichen tragen zu gegenseitigem Verstehen bei.
- Einladungen von polnischen Seniorinnen und Senioren im grenznahen Bereich zu den Veranstaltungen festigen bestehende Bindungen, lassen neue freundschaftliche Beziehungen entstehen und unterstützen das gesamtgesellschaftliche Anliegen guter nachbarschaftlicher Verhältnisse.
Zentrale Eröffnungsveranstaltung
am 13. Juni 2009 in Neuruppin
Diese Veranstaltung soll durch aktive Einbeziehung von Kindern und Jugendlichen die Richtigkeit des Mottos unter Beweis stellen. Es können ca. 300 Gäste an der Veranstaltung teilnehmen.
Öffentlichkeitsarbeit
In den Kreisen und kreisfreien Städten sind durch die vorhandenen Kontakte die örtlichen Medien rechtzeitig über die Veranstaltungen und deren Inhalte zu informieren. Aktive Seniorinnen und Senioren und bemerkenswerte Projekte der Zusammenarbeit zwischen Jung und Alt sollen in der Presse vorgestellt werden.
Finanzarbeit
Die zur Verfügung gestellten Mittel sind konzentriert unter Beachtung des Landeshaushaltsrechts einzusetzen.
Die Planung und Abrechnung der Mittel muss unter strikter Einhaltung der Fristen und der Förderbedingungen entsprechend der Konzeption erfolgen.
Den Seniorenbeiräten wird dafür ein gesondertes Material übergeben.
Im Vorstand beschlossen am 13.10.2008
gez. Prof. Dr. Sieglinde Heppener
Vorsitzende